Brückenschlag

Die Bahnstrecke auf dem neuen Modul Ratekau überquert die Hauptstraße, die aus dem Ort heraus führt.
Um den Bahndamm entsprechend konstruieren zu können, stelle ich das Brückenbauwerk zuerst fertig.

1-bruecke-rohAls Basis nehme ich vier Brückenteile von HAK-Brücken, die ich zu einem Element zusammenfüge.

Zum Kleben verwende ich ein  2-Komponenten-Gel, mit dessen Hilfe ich mehrere Alu-U-Träger zur Stabilisierung von unten an die Konstruktion bringe.
Nach dem Aushärten der 2-Komponenten-Masse werden die Übergänge beigeschliffen.
Das fertige Teil wird nun lackiert.

3-riffelblecho Die Trittbleche an den Seiten stelle ich durch Paketband dar.
Leider komme ich nur an weißes heran, ich hoffe das wird mich später nicht mit ‘durchblitzenden’ Stellen ärgern.
Das Band klebe ich zur Verstärkung auf einen etwas schmaleren Polystyrolstreifen. So kann ich es später versetzt, direkt bis an das Schienenprofil, verkleben.
Die vier Teile lackiere ich und altere sie sofort.
2-riffelblechu

4-fertig5-bruecke-komplettIm nächsten Schritt verbinde ich die Trittbleche fest mit den Gleisen, damit im Betrieb ein Verrutschen ausgeschlossen werden kann.
Das ganze Bauwerk ist nun ausreichend eigenstabil und kann in den Trassenverlauf eingefügt werden.

Die anschließenden Testläufe verlaufen erfolgreich, und die Bauarbeiten an den Segmenten können weitergehen …

 

 

 

Digitale Zukunft?

Wie wird meine MoBa-Zukunft aussehen? Digital oder weiterhin analog, das ist die Frage.

Pro:

  • Verbesserte Fahreigenschaften
  • Anfahrverzögerung
  • Bremsverzögerung
  • Einstellbare Höchstgeschwindigkeit
  • Licht steuerbar
  • Sound möglich
  • Automatisierungen
    (z.B. Schattenbahnhof, Weichenstraßen, Kehrschleifensteuerung)
  • Quatschen auf Ausstellungen möglich ohne Erhöhen der Fehlerquote 🙂

Kontra:

  • Kosten
  • Aufwändig nachinstallieren
  • Systemwahl
  • Decoder in Loks einbauen
  • Computerabsturz = alles steht
  • Herstellerabhängigkeiten
  • Neue technische Probleme (Decoder brennt durch)
  • Adresssuche von Loks
  • Programmieraufwand der einzelnen Komponenten, CVs bei den Loks usw.

Wenn ich mir die Liste so ansehe, sollte ich es bei analogem Betrieb belassen. 😎

Aber die Möglichkeiten der digitalen Technik reizen mich schon. Da kam mir die Gelegenheit entgegen, dass Jörg Erkel mir angeboten hat, ein Testpaket für 4 Wochen zu ordern, und erste Erfahrungen mit dem System zu sammeln.

Ich habe mich für den Test mit ALAN entschieden, da es verspricht, analoge und digitale Loks im Mischbetrieb steuern zu können. Mein ganzer Fuhrpark ist analog, das reine Nachrüsten aller Loks mit Decodern wäre schon sehr teuer und technisch teilweise aufwändig. Wenn die Versprechungen von ALAN stimmen, dann kann ich mir das Nachrüsten sparen, ohne dabei auf die Vorteile gegenüber Loks mit Decoder zu verzichten.
Das reizt mich dann doch.

Das erste Mal habe ich ALAN in Göppingen 2015 gesehen. Die Markteinführung war erst im Januar 2016. Es ist also ein sehr junges System.
Ich habe dann Herrn Gaugler im Januar 2017 auf die Ausstellung der Eisenbahnfreunde Bad Schwartau eingeladen, um das System dort noch einmal unter die Lupe nehmen zu können.
Leider hatte ich dafür keine Zeit, da ich als Mitorganisator und Aussteller den ganzen Tag unterwegs war.

Umso mehr freut mich das Angebot von Jörg Erkel, mit dem Testpaket erste Erfahrungen mit diesem System machen zu können.

Heute ging es dann los mit …

… dem Erhalt des Testpakets.

Ich werde jetzt in unregelmäßigen Abständen meine Erfahrung zu diesem System auf meiner Webseite veröffentlichen und denke, dass das auch andere Modellbahner der Spur-Z interessieren wird.

Schottern

Das Einschottern von Gleisen ist ständig Thema von Nachfragen.

Daher will ich hier meine Methode beschreiben.

Vorab, ich liebe Schottern! Es handelt sich um eine entspannende Arbeit bei der man schön Musik hören und schnell seinen Erfolg genießen kann.

Als Kleber nehme ich ein Gemisch aus 1/3 Holzleim (Wasserlöslich), 1/3 Tapetenkleister, 1/3 Spüliwasser (viel Spüli).
Es reicht auch Holzleim und Spüliwasser, aber ich habe von einigen MoBa Kollegen gehört, dass sich bei ihnen nach längerer Zeit die Gleise abgelöst haben, das ist mir bei meiner Mixtur noch nicht passiert, daher bin ich wechselunfreudig.
Für den Betrieb zu hause reicht sicher eine Mischung aus 1/3 Holzleim und 2/3 Spüli-Wasser, da die Temperaturen immer recht konstant sind. Da meine Module auch auf Ausstellungen stehen, kommen extreme Temperaturschwankungen und damit Belastungen auf die Gleise zu.

So und hier nun die einzelnen Schritte:

 2-3-schottern

  • Die Gleise werden mit Stecknadeln fixiert.
  • Ich streue den Schotter zuerst ausschließlich zwischen die Schienen.
  • Zum Streuen nehme ich eine alte Filmdose.
2-0-schottern

  • Mit einem Pinsel verteile ich den Schotter gleichmäßig zwischen den Schwellen.
  • Im Anschluss entferne ich den Schotter von den Schwellen mit Hilfe eines Pinsels und meines Fingers.
  • Ich schottere immer ca 20cm Abschnitte und arbeite mich so voran.
2-1-schottern

  • Mit einer Spritze lasse ich den Kleber direkt an die Schwellenkante laufen.
  • Durch die Tenside zieht sich das Gemisch von selbst in den Schotter, der so satt getränkt wird.
  • Es sollte kein Kleber auf die Oberseite der Schwellen gelangen, sonst klebt der Schotter dort fest. Also Voooorsicht!
2-2-schottern

  • Mit der Spritze tränke ich den Seitenbereich ordentlich mit dem Leimgemisch.
  • Keinen Leim auf die Schwellenoberseite bringen!
  • In die nasse Fläche streue ich den Schotter bis sich die Böschungsform ergibt.
  • Eventuell gebe ich Kleister nach und beriesele erneut.
2-4-schottern

  • Nach dem Trocknen entferne ich penibel die Schotterkörner die an der Schiene kleben.
  • Die Stecknadeln können raus wenn der Schotter trocken ist, nicht vorher!
  • Um sicher zu sein, dass sich kein Korn unter dem Schienenkopf versteckt hat, fahre ich seine Unterkante mit einem Schraubendreher ab. Die Schieneninnenseite ist besonders wichtig!
2-5-schottern

  • Zum Abschluss ist die Schiene auf der Oberseite dran. Mit einem Reinigungsfilz, getränkt in Spiritus, putze ich die Schienen gründlich.
  • Bei einem Fahrtest mit einer Lok, die eher eine schlechte Stromaufnahme hat (V60 / BR89), teste ich das Ergebnis.

Wie im richtigen Leben, viele Wege führen nach Rom. Es gibt noch andere Methoden, diese hier gefällt mir am besten.

Als Material zum Schottern verwende ich Deko Sand 3327 von Heki.

Danke!

Eigentlich ist meine Homepage werbefrei.
Aber jetzt mache ich mal eine Ausnahme und bedanke mich hiermit dafür, dass meine Website unter dem Dach meiner Frau Lena Johannson Unterschlupf findet.
Falls ihr noch ein Geschenk für eure Frau, einen Verwandten, Freund, Nachbarn oder euch selber sucht, liegt ihr mit den Büchern von Lena Johannson genau richtig.

 

2016-sanddornsommer

 

Zum Beispiel mit ihrem aktuellen Roman Sanddornsommer.
Darin wird die Geschichte einer Frau erzählt, die kurz vor ihrem 30sten Geburtstag nach Rügen reist, um ihr Leben zu überdenken. Dort sammelt sie nicht nur Erfahrungen auf einer Sanddornplantage, sondern löst auch noch ein lang gehütetes Familiengeheimnis.
Der Roman ist erst seit Mai auf dem Markt, hat aber bereits die vierte Auflage.
Und es wird eine Fortsetzung geben. Gut für Viel-Leserinnen!

 

ruegenaerztin

 

Die Ärztin von Rügen spielt natürlich auch auf der Ostsee-Insel, allerdings um 1890.
Im Mittelpunkt steht die Tochter eines Arztes, die selber gern Ärztin wäre und ihrem Vater tatkräftig assistiert.
Sehr zum Missfallen eines Badearztes, der ihr das Leben zur Hölle macht.
Übrigens erzählt der Roman auch viel vom Bau der Bahnstrecke auf Rügen, von den schwierigen Bedingungen der Arbeiter, der Gegenwehr einiger Inselbewohner, von Unfällen und Fortschritten. Insofern ist das vielleicht auch ein Buch zum Selberlesen 💡

 

Bahndamm

In diesem Beitrag beschäftige ich mich mit dem Herstellen des Bahndamms.
Eine gute Hilfe für den Modellbahner sind die Normblätter der MOROP.
Hier findet man für jede Spurweite diverse Normen.

Für den Bahndamm ist das die NEM 122.
Ich habe mir die Mühe gemacht, die Maße direkt in die Zeichnung einzutragen, da mich ja nur die Werte für die Spur Z interessieren:

bahndamm-nem122

z-bahndammSo baue ich den Bahndamm für die Spur Z auf.
Als Unterkonstruktion dienen Korkstreifen mit 16 und 25 mm Breite.
Die Schrägung entsteht später beim Schottern.
nem-_bahndammSo müsste der Bahndamm nach NEM aufgebaut sein.
Der untere Korkstreifen wäre 2 mm dick und 26 mm breit.
Der obere Streifen ist 1,4 mm dick und 16 mm breit. Das ist aber für die Praxis nicht günstig.

So viel zur Theorie, hier nun die Praxis:

Die Höhe der Korkbettung für Ober- und Unterbau müsste laut NEM ca 3,4mm betragen, da das Märklingleis® ca 2,6mm hoch ist.
Im Handel gibt es aber nur 2mm starkes Korkmaterial, so nutze ich zwei Lagen übereinander, so wie oben auf der linken Zeichnung abgebildet = 4mm.Nach dem Begrasen, an der unteren Schotterkante sind später optisch nur 3mm sichtbar und es passt wieder.p1080209Auf dem Bild links sieht man wie ich dabei vorgehe. Die beiden Kork-Lagen als Unterbau für ein Gleis werden mittig übereinander verklebt. Die beiden Lagen für das Parallelgleis direkt daneben. Ich schräge die Schnittkanten nicht an. Später beim Schottern ergibt sich die Schräge automatisch.

Da der Regelabstand von zwei Gleisen 25 mm beträgt, passen die 25 mm Korkbreite der unteren Bahn perfekt.
Am Modulende wird zum Schluss der überstehende Kork sauber abgeschnitten.

Bahntrasse

Da ich zur Zeit an einem neuen Modul baue und bei uns im Verein zu diesem Thema immer viele Fragen bestehen, dachte ich mir, es ist vielleicht hilfreich diese ersten Schritte zu beschreiben. Damit haben Neulinge eine Hilfe an der Hand.

p1080203Nach dem Bau des Modulkastens muss irgendwie die Trasse angelegt werden.
Bei einem geraden Streckenverlauf ist das recht einfach, aber welche Lösung gibt es bei Kurven und Weichen?
Zuerst lege ich die Gleise entsprechend meiner Planung auf die Unterkonstruktion aus Holz.

Alles wird in Ruhe ausgerichtet und der optische Eindruck auf Stimmigkeit geprüft.

Ist mit den verlegten Gleisen alles in Ordnung, fixiere ich sie mit Stecknadeln, damit ist ein späteres Verrutschen nicht möglich.

p1080204

Markierungen für den Kork anzeichnen.

Jetzt zeichne ich die Gleislage mit einem Bleistift an. Macht man das direkt am Gleis ist die Markierung später durch die Korkstreifen verdeckt. Deswegen nehme ich eine große Unterlegscheibe und lasse die an dem Gleis beim Anzeichnen “langlaufen”. Das geht schnell und problemlos.

An dieser Linie entlang, verklebe ich dann die Korkstreifen für die Gleisbettung. Ich nehme dazu wasserfesten Holzleim, dann besteht nicht die Gefahr, dass sich beim Einschottern der Kork löst. Gerüchteweise soll Pattex durch seine Elastizität verhindern, das hier später eine Schallbrücke entsteht. Das habe ich noch nicht getestet.
Der gleiche Effekt wird Buchbinderleim zugeschrieben, das funktioniert nicht.

p1080206Die Korkstreifen sollten, nachdem sie in das Leimbett gelegt werden, möglichst sorgfältig flächig angepresst werden. Ansonsten gibt es durch ein leichtes Quellen des Korks größere Luftblasen und das stört später beim Weiterarbeiten.

Der Lohn der Mühe ist später ein perfekt aufliegender Korkstreifen ohne Verwerfungen oder Blasen. Hierauf kommt dann nach dem Trocknen die zweite Lage.p1080212

Die wird mittig auf der Ersten platziert und es wird beim Verkleben wieder genau so sorgfältig gearbeitet wie bei der ersten Schicht.

Vor dem Weiterarbeiten muss alles gut durchtrocken, ansonsten bestünde die Gefahr das man den Korkstreifen noch verschiebt.

 

Modulbeine – Fremohalterung

Ein wichtiges Thema beim Bauen von Modulen sind die Modulbeine.

Man könnte die Module auch auf Tischen aufbauen, das ist aber nicht optimal.
Eine gute Lösung für die Aufnahme der Modulbeine ist die Halterung nach Art der Fremo.

Vorteile dieser Halterung:

  • Schnelle Montage
  • Einfache Höhenverstellung
  • Höhenverstellung oben am Modul und nicht am Fußboden
  • wackelfreier Stand

Die Nachteile der Fremo- Konstruktion entstehen durch die Feststellschraube:

  • Sie beschädigt das Alubein
  • Beim Feststellen schiebt die Schraube durch die Drehbewegung das Bein hoch oder runter
Fremo-Platte

Schutzplatte

Abhilfe ist einfach.

Ein Metallstreifen in die Aufnahme gehängt, verhindert die oben aufgeführten Nachteile.

Ich habe hierfür ein Aluminium Flachprofil, 2,5mm stark, gewählt. Es war bei mir vorhanden und lässt sich zudem sehr gut bearbeiten. Ein Maßplan zum Erstellen der Platte ist in der Grafik links dargestellt.

 

Teile-Fremo

Umbaustadien

 

Auf dem Bild links sind die verschieden Stadien des Umbaus abgebildet:

  1. – Alustreifen, angezeichnet
  2. – Alustreifen zugeschnitten
  3. – Alustreifen in die Halterung eingehängt, oben rechts ist der Haken zusehen

 

 

 

Bei der montierten Halterung ist der Haken kaum zu sehen, Foto unten:

4-Halterung-mark

Halterung montiert

3-Halterung

Schutzplatte Innenansicht

Finale

So wie sich das Jahr 2015 dem Ende entgegen geneigt hat, so taten es auch die Arbeiten an meinem letzten Projekt.

In den letzten Dezemberwochen 2015 fand ich genügend Zeit, die abschließende Feingestaltung auf den drei Segmenten vorzunehmen.

Nach nun mehr acht Jahren habe ich hiermit die Arbeiten an Bad Ottingen abgeschlossen.

Vom 12. bis 14 Februar 2016 stelle ich zusammen mit dem “Freundeskreis der Spur Z Hamburg” und dem “Z- Stammtisch Bad Schwartau” den Bahnhof Bad Ottingen in Dresden zum ersten Mal komplett fertiggestellt aus.

Hier abschließend noch einige Impressionen …

KKarussell

Kinder -Karussell

bhf-hsv

HSV Flagge

bhf-rettungspfahl

Rettungspfahl

bhf-stellwerk

Stellwerk

bhf-warten-buecherstube

Bücherstube

bude2

Rückblick

bude3

Gleisbereich

Bude

Fernsprechbude

bude-groß

Bude

bhf-Parkhaus

Parkhaus

bhf-Kraus-Linz

Kraus-Linz

bhf-Pause

Pause

Edeka

Zimmer

Inneneinrichtung

Radler

Radler

Rawie-gelb

Rawie

Detail-Metallbetrieb

Kistenschieben

radlerkind2

Kind

P1140658-stimmung

Impressionen

P1140669-seitenblick

erleuchtet

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Gleisbildstellwerk

Zentraler Bestandteil einer Anlage ist die Steuerung.
Neben der Möglichkeit, sie mit Industrietastern oder Stellwerksbausätzen herzustellen, bietet es sich an, sie preiswert komplett im Eigenbau zu erstellen.

Pult-offen-text

alle Details sind gut zu erkennen,

Ich baue den Rohunterbau des Pults aus Holz, das lässt sich gut verarbeiten und ist anschließend auch ausreichend stabil. Ein Metallgehäuse ist nicht nötig.

Ich habe in die Holzleiste, aus der ich den Rahmen fertige, oben eine Nut gefräst, damit später die Gleisbildplatte dort eingeschoben werden kann.
Auf die Trägerplatte klebe ich zuerst die fertige Grafik meines Gleisbildes. Alle LEDs, Schalter und Taster sind bereits eingezeichnet. Bei den Schaltern und Tastern bedenke ich gleich den Rasterabstand auf der Unterseite, damit sich die Elemente nicht ins Gehege kommen.

Dieses aufgeklebte Gleisbild ist nun meine Bohrschablone. Alle Löcher werden in den entsprechenden Größen durch die Platte gebohrt. Die Lochdimensionen habe ich auch bereits im Gleisbild berücksichtigt.
Jetzt erstelle ich ein spiegelbildliches Gleisbild, das ich auf die Unterseite klebe. So habe ich von vornherein einen Bestückungsplan, der mir die Verdrahtung auf der Unterseite leichter macht.

Pult-nackt_k

Das Rohpult

Damit ich nach dem Anlegen der Bohrungen das aufgeklebte Gleisbild einfach entfernen kann, klebe ich es sparsam mit wasserlöslichem Holzleim auf. Die Holzplatte habe ich vor dem Beginn aller Arbeiten mit Schnellschleifgrund getränkt, somit macht ihr die Behandlung mit Wasser nichts aus.

Das Gleisbild, das zum Einsatz kommen soll, drucke ich auf etwas festeres Papier.
100gr Papier ist okay, 120gr ist besser. Zur Not tut es aber auch das 80gr Standardpapier.
Die Markierungen für die LEDs stanze ich nun mit einem angeschliffenen Messingrohr sauber aus. Bei mir haben sie 3mm Durchmesser. Ist das geschehen, laminiere ich den Papierbogen. Im Bereich der LED-Löcher sind nun kleine “Fensterchen” entstanden, in die kein Schmutz eindringen kann.
Erst jetzt stanze ich die Löcher für Schalter und ggf. Regler. Dafür nehme ich Messingröhrchen in den entsprechenden Stärken, die ich mir angeschliffen habe.

Bei Schaltern mit Kontermutter lasse ich diese weg, aber das ist Geschmackssache.
Jetzt kann das Gleisbild über die fertig bestückte Platte gelegt werden. Bei mir reichen die Hälse der Schalter etwas raus, um zusammen mit den Druckstiften der Taster die Positionierung zu gewährleisten. Die Ränder des Laminats werden durch den Holzrahmen unten gehalten. Mehr ist nicht nötig, und es sieht toll aus.
Sind keine Schalter für eine Fixierung der Position vorhanden, klebe ich das Laminat mit kleinen Ecken doppelseitigen Klebebands auf.

Pult-Plan-vergleich

Vergleich

Links auf dem Bild ist oben eine alte Gleisbildversion und unten eine erneuerte zu sehen.
Veränderungen können so nachträglich problemlos erstellt werden.
Bei Änderungen während der Bauphase klebe ich diese ausschnittsweise nur mit Klebefilm punktgenau auf das Laminat auf, bohre dort die entsprechenden Löcher und belasse die Korrektur auf dem ursprünglichen Laminat.
Erst wenn alles fertig ist, erstelle ich dann abschließend die letzte Version des Gleisbildes als neues Laminat.

Pultbild

Ausschnitt des Gleisbildstellpults

Zuletzt noch die Information, wie ich das Gleisbild erstelle.
Das geht einfach mit Open Source Software wie LibreOffice Draw oder eben den kostenpflichtigen Varianten der Softwarekonzerne.
Auf das Dokument lege ich zuerst ein Raster, damit beim Positionieren die Elemente automatisch fluchten.
Für die Schalter ändere ich das Raster dann auf Werte, die ein gegenseitiges Behindern der Bauteile verhindert.
Durch das Zeichnen von Linien und Kreisen entstehen dann die Gleistrassen und Bohrlochplatzhalter.

 

Pult-fertig1

Einsatzbereit

Den Stellpultbau in einer etwas anderen Bauweise habe ich hier beschrieben.
Für Fragen oder Anregungen bitte die verfügbare Kommentarfunktion benutzen.