Eigenbau Gleisstopfmaschine

Ich mag Gleisbauzüge.
Schon lange habe ich neidisch auf die größeren Spurweiten geschaut bei denen Fahrzeuge aus dem Gleisbaubereich angeboten wurden. In einem Forum sah ich dann Fotos von einem Eigenbau aus Papier. Ja klar, das war die Idee.
Papier ist nicht so mein Ding, also erstellte ich eine Zeichnung für den Ätzer um aus Neusilber meine eigene Gleisstopfmaschine fertigen zu können.
Anhand von Zeichnungen, Vorbildfotos und Modellen aus anderen Spurweiten zeichnete ich mit dem CAD Programm die Vorlage um zwei Wochen später das geätzte Blech in den Händen halten zu können.
Der Baubeginn ist immer der aufregendste Moment, da erst hier sichtbar wird ob die Gedanken zur Umsetzung für den Eigenbau alle aufgehen.
Eine Anleitung gibt es zu diesem Zeitpunkt nicht, teilweise teste ich erst in diesem Moment heraus welche Herangehensweise für den Zusammenbau die optimale ist.
Geht etwas gar nicht, muss neu gezeichnet und der Bau vorne begonnen werden.
Bei der Gleisbaumaschine hatte ich im Bereich der Gleisbearbeitungswerkzeuge gepatzt und musste den Ätzer noch mal an die Arbeit schicken.

Am Anfang ist das Blech …
… das nur in Form gebracht und verlötet werden muss.
Das war bei diesem Bausatz schon etwas anspruchsvoller, da immer ein Blech einer anderen Baugruppe im Weg stand.
Mit Geduld und Spucke war das ein lösbares Problem …
… sodass bald ein stabiler Korpus vor mir auf dem Testgleis stand.
Die Proportionen stimmen und das weiterarbeiten macht dann besonders viel Spaß.
Ich finde es ohnehin äußerst reizvoll Messing- oder Neusilberbausätze zusammen zu bauen.
Am Ende hat man aus einem wertigen Material ein stabiles Produkt in den Händen.
Nach dem Lackieren und aufsetzen diverser markanter Details, wie die Abgasanlage, Hydraulikschläuche, Lampen und einiges mehr kommt das Modell langsam seinem endgültigen Aussehen näher.
Bis nach dem Aufkleben der Nassschiebebilder und dem Einsetzen der Fenster der Bausatz fertig ist.
Für die Rollfähigkeit sorgen Rokuhan Shortys.
Unverändert ist die Maschine nur auf der Geraden rollfähig. Für Kurvengängigkeit müssen die Aufstiege des kurzen Führerhauses gekürzt oder etwas zur Seite gebogen werden.

Das ist ein schnuckeliger Bausatz geworden über den ich mich besonders freue.

Durch Bastelralle bin ich an einen sehr kleinen Motor gekommen, mit dessen Hilfe ich einen stark gekürzten Shorty motorisieren konnte und die Gleisstopfmaschine dadurch selber selber fahrfähig geworden ist.
Das war von vornherein mein Ziel und ich werde zu einem Späteren Zeitpunkt über die Vorgehensweise berichten.

Ein Kommentar:

  1. Karl Heinz Kisslich

    Feine Arbeit, besonders das verlöten stelle ich mir nicht einfach vor, da kann man viel versauen. Als Uhrmacher weiß ich wovon ich spreche
    Bin auf weiteres gespannt
    Karl Heinz

    Antwort von Otti:
    Hallo Karl Heinz,
    beim ersten Eigenbau habe ich noch schwer getan, beim zweiten ging es dann schon recht gut von Hand.
    Sie ist auf jedenfall ein schöner “Hingucker” geworden.

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