1. Umbau Atlas – TEE RAm Edelweiss – Steuerwagen

Einmal mit dem Umbau eines der Modelle des Atlas Verlags angefangen, hat man das Prinzip verstanden und es bietet sich an, weitere der Modelle fahrtüchtig zu machen.

Warum weiß ich nicht, aber es war mein Wunsch den TEE Edelweiß als nächstes umzubauen.

Für den Umbau sind leider meist mehrere Garnituren der jeweiligen Modelle nötig, da in den Schachteln oft nur ein Teil des benötigten Materials beiliegt.
Also bestellte ich mir die vermeintlich zweite Schachtel schon mal im Internet. Erst als ich mit dem Zersägen des Triebkopfes fertig war und die zweite Garnitur aus dem Bestand holen wollte, bemerkte ich, dass mir genau diese vom Atlas Verlag nie geliefert worden war. 😯

Waggon auf der Säge

Zum Glück sind die Garnituren zu günstigen Preisen in ausreichender Menge bei Ebay vorhanden, sodass ich diese Lücke schnell stopfen konnte.

Im ersten Schritt muss durch das Zersägen jeweils eines Triebwagens und eines Waggons ein Steuerwagen gebaut werden. Die Schnitte müssen sauber diagonal erfolgen, damit beim zusammensetzen der beiden Hälften alles richtig fluchtet.

Ich habe diese Arbeit mit meiner Tischkreissäge erledigt.
Mit dem noch intakten Modell des Triebwagens habe ich den Winkel am Anschlag eingestellt und den ersten Schnitt am Waggon so gesetzt, dass noch die Möglichkeit einer Korrektur bestand. Mit dem zweiten Schnitt musste es dann passen!

Beide Teile

Die Schnitte sind so gut gelungen, dass beim Zusammensetzen der beiden Teile fast keine Kante zu sehen ist.

Verklebung

Nun gilt es die Klebeverbindung so sauber zu setzen, dass auch weiterhin keine Sägenaht zu sehen ist.
Die Lösung dazu war einfach. Ich habe dafür den Durchsichtigen Fenstereinsatz einfach über die Schnittkante hinausgeschoben. Dadurch ergibt sich beim Verkleben gleich eine Führung. Zuerst natürlich die lange Seite geklebt und trocknen lassen, danach das kurze Führerhaus verklebt.
Ich gebe an dieser Stelle zu, das ich die beiden Waggons vor dem Durchsägen nicht einmal demontiert hatte 🙂

Die Wageninnenseiten habe ich alle geschwärzt, damit bei einem Beleuchtungseinbau zu einem späteren Zeitpunkt kein Licht durch die Seitenwände scheint. Beim Steuerwagen leider erst nach dem Einkleben der Fenstereinsätze bei allen anderen Wagen habe ich das lieber vorher gemacht 😕

Passstück

Bodengruppe

Für den Fahrwerkseinbau habe ich mir ein Kunststoffteil gefräst um das fehlende Stück zu ersetzen.

Durch diese gute Vorbereitung war das Ausrüsten mit Radsätzen recht einfach.
Ich habe dafür die Rokuhan Shortys zerlegt. Die Radsätze haben Stromschleifer was eine Beleuchtung vereinfacht.

 

Das fertige Stück

And the winner is …

Die Zeit auf meinen Februarbeitrag zu reagieren, ist abgelaufen.
Daher werde ich an dieser Stelle jetzt den bzw. die Gewinner bekanntgeben.

Der Preis wurde, unter der strengen Aufsicht durch mich, von meiner Frau ausgelost. 🙂

Das erste Los traf meinen Vereinskollegen Jan, mit dem ich fast täglich Kontakt habe.
Herzlichen Glückwunsch, Jan, ich übergebe dir den Bausatz beizeiten persönlich.

Dass ausgerechnet der Name eines guten Bekannten gezogen wurde, war eine etwas heikle Situation für mich, könnte es für andere doch so aussehen, als handelte es sich um Kungelei. Daher hat meine Frau noch ein zweites Los aus dem Hut gezaubert.

Darauf stand der Name von Ulrich. Auch an dich herzliche Glückwünsche, bitte teile mir deine Postanschrift mit. Solltest du dich nicht direkt bei mir melden, versuche ich dich via Mail zu kontaktieren!

Ein großes Dankeschön an alle, die sich beteiligt haben. Den beiden Gewinnern ganz viel Freude beim Basteln der Prellbock-Bausätze.

Allen weiteren Abonnenten meines Newsletters wünsche ich weiterhin viel Spaß beim Lesen!

Umbau V60 auf Glockenankermotor

Meine älteste Lok im Bestand ist eine V260 (8864) in Altrot. Ich kaufte sie mir 1975 als Schüler für 62.50 DM von meinem raren Taschengeld.

Aufgrund der etwas “schwierigen” Fahreigenschaften kam sie später nur noch selten zum Einsatz.

Zwischenzeitlich wollte ich sie als Rangierlok auf meinem Containerterminal einsetzen, was aber erneut an den Fahreigenschaften scheiterte. Beim Anfahren gab es meist Probleme, weil sie erst nach einem Anstupser oder nach dem Aufdrehen des Trafos auf volle Pulle losfuhr. Ihre Kupplungen hatte ich für den Container-Rangierdienst auf die Jörger Magnetentkuppler umgebaut. An Stelle der V60 kam dann eine zuverlässige V100 zum Einsatz.

Nachdem Märklin® ab 2016 langsam eine neue Motorengeneration einführte, entwickelten findige Bastler Möglichkeiten diese in die alten Loks einzubauen. So auch bei der V60.
Damit der deutlich kleinere Motor den Platz an Stelle des alten 3-Polers einnehmen kann ist eine neue Halterung nötig.

Der Entwickler Holger H. ließ die von ihm konstruierte Halterung aus Kunststoff und Messing drucken. Ich entschied mich für die Variante aus Messing, da dadurch das Gewicht der Lok noch etwas erhöht wurde.

Im Corona-Lockdown Februar 2021 machte ich mich an die Umrüstung. Die Teile lagen nun schon fast ein Jahr in der Schublade bereit. Ich rechnete mit reichlich Schwierigkeiten und hohem Zeitaufwand.

Um so erstaunter war ich, als nach einer Stunde die Lok mit neuem Motor ihre erste Testrunde fuhr.
Die Schritte meines Umbaus will ich hier zeigen:

Das alte Schätzchen vor der OP Der Tauschmotor mit der Ersatzteilnummer E296142 , daneben der gedruckte Motorhalter.
Um den Motor schmatzend einführen zu können. habe ich die Innenwandung leicht mit einer runden Schlüsselfeile geglättet Der Protagonist auseinandergebaut.
Den Stator abgeschraubt Alle Teile vom Chassis entfernt
Der Rest sieht dann so aus … Die Motorachse habe ich mit einer anständigen Zange direkt unter dem Rotor durchtrennt
Ohne den Rotor sieht es so aus. Die Plastikhülse habe ich schon abgezogen Die restliche Welle mit der Schnecke nach unten raugezogen
Die beiden Schnecken im Vergleich. Den Motor habe ich so tief in der Halterung, dass das Plastikteil übersteht. Nach dem Entfernen der Motorwelle finden wir noch eine Messingbuchse die aus ihrem Zuhause raus muss
Ich verwende dafür einen preiswerten Abzieher aus dem Internet Damit treibe ich die Buchse aus ihrer Passung heraus.
Mit dem Werkzeug Sekundensache, sicher bekommt man sie auch anders heraus. Das Loch reibe ich mit einer Feile auf. Das Material ist so weich, dass sich ein Ausbohren vom Aufwand her nicht lohnt.
Der neue Motor wird mit der Halterung auf dem Chassis verschraubt und Messingstreifen für die Stromabnahme angepasst. Nach einer Prüfung der Laufrichtung des Motors werden die Kabel verlötet. Die Messingstreifen habe ich auf der Motorseite mit Tesa isoliert, damit es keinen Kurzschluss gibt.
Nach erfolgreichem Probelauf kommen auch die Kupplungen wieder an das Modell. Damit die Federn nicht wegfliegen können sind sie mit einem Tropfen Sekundenkleber an der Kupplung fixiert.

Kleine Testfahrt …

 

 

 

Fazit: die Laufeigenschaften haben sich deutlich verbessert, sie fährt ohne “Schubser” los, ist bei gleicher Trafostellung nicht mehr so schnell und ist im Lauf ruhiger geworden.

 

Tipp zur Radsatzmontage:

 

Der schwierigste Teil ist der Einbau der Radsätze nebst Getriebe.

Aber wie bei allem ist es gar nicht so schwer, wenn man den Bogen raus hat:

  • Getriebeblock so halten, dass die offene Seite nach oben zeigt und die Einzelteile eingelegt werden können.
  • Die durch Kuppelstangen verbundenen Radsätze in den Block einlegen.
    Dabei sind die Räder so wie auf der Zeichnung auszurichten. Die Nieten die die Kuppelstangen halten, sind auf einer Lokseite genau unten. Mit einem Finger blockiert man die Zahnräder und kann die Kuppelstange leicht nach links und rechts schieben.
  • Mittleren Radsatz einsetzen
  • Zwischenzahnräder einsetzen
  • Testen, dass die Kuppelstange auch nach diesem Schritt noch Spiel nach beiden Seiten hat!
  • Deckel drauf und es sollte gut funktionieren!

Zukunft:
Kai hat auf seiner Seite, Noch eine andere Schwungmasse beschrieben, wie er Kondensatoren als Puffer einsetzt, das möchte ich bei dieser Lok auch noch machen. Die Kondensatoren sind bestellt.

Jubiläum

Ausgezeichnet

Wir schreiben Februar 2021, wie schnell die Zeit vergeht.

Seit genau 20 Jahren teile ich nun schon mein Hobby durch diese Webseite mit anderen Interessierten.
Anfangs noch recht mühsam in echtem html, ab 2010 mit einem einfachen CMS, seit 2015 mit WordPress wurde es dann sehr komfortabel.

Bis vor über 20 Jahren schlummerten meine Z-Schätzchen in einer Bilderrahmenvitrine.
In dieser Zeitspanne war das mein einziger Bezug zur Modellbahn.
Bis dann der Paddy bei mir zu Besuch war, die Vitrine sah, und mich von da an auf Ausstellungen und Messen mitgeschleppt hat.
Lust auf MoBa hatte ich anfangs keine, dachte aber “Etwas Spur-Z sammeln könne man ja machen”. So schloss ich eine Insider-Mitgliedschaft für die kleine Spur ab.
Das Unglück nahm seinen Lauf, teilweise habe ich morgens um 5:00 Uhr vor der Arbeit das Basteln angefangen, das Virus hatte mich voll erwischt … Den Wiedereinstieg begann ich mit meinem BW, einer Eigenbaudrehschreibe als Diorama gedacht, dann doch als Modul gebaut.
Meine Aktivitäten steigerten sich, über erste Besuche der Stammtische und der Teilnahme an Ausstellungen beim “Freundeskreis der Spur Z Hamburg” über viele Jahre, bis hin zu einer Mitgliedschaft im Verein, den Eisenbahnfreunden Bad Schwartau. Bei den Schwartauern bin ich nun auch schon genau 10 Jahre Mitglied.
Dort richtete ich zusammen mit Wolf-Ullrich Malm, der inzwischen leider verstorben ist, einen Stammtisch nur für die Spur Z ein.
In Zusammenarbeit mit allen Vereinskollegen konnten wir schon mehrere große Ausstellungen veranstalten, für die wir sogar Märklin-Sonderwagen aufgelegt haben. Einer der Schwerpunkte ist natürlich immer die Modellbahn im Maßstab 1:220, für die wir eine ganze Halle hatten.
Immer am 3. Januarwochenende in ungeraden Jahren führten wir die große Veranstaltung durch. Wir hätten sie jetzt gerade wieder hinter uns gehabt. Hoffentlich können wir nach der Seuche wieder loslegen.
Die Entwicklung eines Sonderwagens für die nächste Ausstellung habe ich zusammen mit Märklin schon abgeschlossen.

Modellbahn in diesem Maßstab ist und bleibt einfach ein tolles Hobby.
Dadurch dass es in dieser Nenngröße nicht alles von der Stange fertig zu kaufen gibt, benötigt man schon etwas Kreativität, und das ist genau das Salz in meiner Suppe.
Mit meiner Webseite wollte ich anderen helfen, Probleme zu lösen und an dem Hobby erfolgreich mit Freude teilzuhaben.
Viele Ausstellungsberichte sind in den Jahren entstanden, und ich hoffe, mit euch allen noch viele Jahre das schönste Hobby der Welt teilen zu dürfen!

Und zum Schluss wird ja eigentlich immer der Jubilar beschenkt, ich möchte das gerne umdrehen, bei mir gibt es etwas zu gewinnen.
Unter all denen, die sich unter diesem Beitrag mit einem Kommentar verewigen, verlose ich unter Aufsicht meiner Frau (die ist echt streng) einen Bausatz Rawie-Prellbock in der Spur Z.
Aktionsende ist der 21.02.2021

Auf die nächsten 20 Jahre
euer Otti

Henschel DE2500 Finale

Beim Bau der Henschel DE2500 hatte ich am Ende nicht alles fertig gemacht, da mir die erforderliche handwerkliche Erfahrung fehlte.
Die habe ich inzwischen bei anderen Projekten sammeln können.
Was fehlte noch?

  1. Die Decals schimmerten silbrig
  2. Der Antrieb musste fertiggestellt werden

Zu 1.
Das silbrige Schimmern der Nassschiebebilder kam daher, weil ich sie direkt auf matten Lack geklebt hatte. Besser ist es, die Lok vorher mit glänzendem Lack zu überziehen. Nun besitze ich inzwischen ein Produkt, das mir nachträglich geholfen hat, dieses Problem abzustellen: Lux Druckentferner DLE-90.
Damit konnte ich trotz einer Schutzlackschicht alles noch einmal anlösen und die mikroskopischen Lufteinschlüsse beseitigen. Ich habe die Flächen einfach satt mit dem Produkt eingestrichen und nach kurzer Wartezeit das Nassschiebebild angetupft. Seitdem ist das Schimmern, das vorher aus einigen Blickwinkeln recht kräftig war, nicht mehr vorhanden.
Ursprünglich wollte ich mit dem Produkt alles anlösen und entfernen, aber als nach der kurzen Wartezeit der Decklack angelöst war, konnte ich schon erkennen, dass sich dieser Prozess auch positiv auf das Nassschiebebild auswirkte. Hurra! 😀
Erstaunlicherweise sieht man hier nicht einmal mehr die Kanten, das war nicht zu erwarten, super.

Zu 2.
Das Fahrwerk hatte ich seinerzeit verlängert, aber keine Möglichkeit den Antrieb umzubauen. Das konnte ich nun auch erledigen. Ich habe mit neuem Werkzeug und Material die Zahnräder, Wellen und Schnecken angepasst, und nun läuft sie wieder – und das mit dem Originalmotor. Den ersetze ich aber unter Umständen doch noch einmal durch einen Glockenankermotor. Das mache ich schlussendlich von den dauerhaften Fahreigenschaften abhängig.

Der eigentliche Baubericht ist hier zu finden -> Link

Straßenbahn V7E

Baubericht meiner Straßenbahn:

Schon 2016 habe ich die Zeichnung für die Hamburger Straßenbahn V7E fertig gemacht und sie mir ätzen lassen.
Da ich keine Idee hatte, wie das Dach zu realisieren sei, lagen die Bausätze bis Ende 2020 in der Schublade.
Doch es haben sich bei mir mit der CNC-Fräse neue Fertigungsmöglichkeiten aufgetan. Als erstes 3D-Projekt konstruierte ich das Dach für die Straßenbahn. Bisher hatte ich “nur” in 2,5D gefräst.

Der Korpus besteht aus 0,2mm Messing und sieht nach dem Verlöten von der Türseite so aus. Die Rückseite ist recht schlicht. Für die nächste Version werde ich wohl Neusilber als Material wählen.
Nachdem ich den Korpus im Verdünnerbad entfettet habe, kommt als erste Schicht ein Primer auf das Gehäuse. Im nächsten Schritt lackiere ich alles in Elfenbein. Nach ausreichender Trocknungszeit klebe ich dann ab und lackiere die roten Flächen.
Aus einem 3mm dicken Kunststoff fräse ich mit einem 1mm Fräser die Struktur des Dachaufbaus heraus. Die Umdrehung des Fräsers war zu hoch, daher die Fransen an den Kanten. Bei niedriger Drehzahl bleibt das aus.
Die beiden Dächer für Trieb- und Beiwagen nach dem Fräsen. Die Türen sind lackiert und eingesetzt.
Das Innenleben der Wagen wartet auf den Einbau. Die Bohrungen für die Drehgestellaufnahme setze ich inzwischen auch mit dem Fräser. Die Rückenlehnen der Sitze habe ich in der nächsten Version dünner gezeichnet.
Die Befestigungszapfen für die Drehgestelle und eine Bodenplatte mit vorbereiteten Bohrungen. Hier sind sie bereits verklebt. Die Drehgestelle des Shortys lassen sich hier einfach einschrauben.

Das fertige Ensemble auf der Strecke. Dem Beiwagen fehlt noch die Verglasung und der Rollenstromabnehmer beim Triebwagen.


Nicht unerwähnt lassen möchte ich, dass ich diese Straßenbahn nach einer kleinen Einweisung schon selber gefahren bin.
Nicht in Hamburg, aber am Schönberger Strand bei Kiel beim VVM Hamburg, die dort einen Standort haben. Ein Besuch dort lohnt sich immer!

 

 

 

Hier eine schöne Seite mit den Vorbildern: Hamburger Fuhrparklisten

Frohe Feiertage

Ich wünsche allen Besuchern meiner Webseite ein frohes Fest mit vielen kleinen Geschenken unter dem Tannenbaum, hoffentlich in gemütlicher Atmosphäre mit der Familie.

Zum Jahreswechsel natürlich einen guten Rutsch, Gesundheit und gute Vorsätze 🙂 ,
mögen sie in Erfüllung gehen!

CNC14 WS25 2020

Was mag hinter der kryptischen Titelzeile stecken?

Es ist sicher kein Geheimcode oder etwas, das man ohne Vorwissen enträtseln könnte.
Ich will es nicht allzu spannend machen.

Seit einiger Zeit habe ich die Make aus dem Heise Verlag im Abo. Es sind immer wieder interessante Artikel dabei, so auch in der April-Ausgabe 4/20.

Dort war ein Bericht über den Selbstbau einer CNC Fräse von Birgit Hellendahl abgedruckt.
Spannend, fand ich …
Das Ganze sollte im September als Workshop in Hamburg stattfinden. Cool, das war nicht weit weg.
Nach einigen Überlegungen und einem intensiven Mailwechsel mit Birgit, in dem sie geduldigst alle meine Fragen beantwortete, habe ich mich dann angemeldet.

Am Freitag den 18.09. haben wir uns morgens um 10:00Uhr in der Tischlerei Holst in Hamburg-Harburg zum CNC14 Workshop Nummer 25 getroffen. Eine Gruppe von 10 Männern und einer Frau wollten ihre eigene Fräse bauen.

Die meisten bastelten im Team, ich alleine. Es wurden sieben große CNC14 und eine kleine, das Dötzchen, gebaut.
Die Kleine war meine 🙂  Auch kleine Sachen können große Freude machen!

So richtig alleine war aber keiner, das Workshopteam kümmerte sich hervorragend um uns alle.

Birgit ist die Managerin und gute Seele für alle, sie war über alles im Bilde und hatte die Fäden in der Hand, aber auch die Hoheit über das ganze benötigte Material und Infos zu allem, was einem auf dem Herzen lag. Die Einweisung mit der benötigten freien Software gestaltete sie so, dass man zu Hause schnell erste Ergebnisse erzielen konnte.

Alois, der Holzwurm, half uns bei dem präzisen Ausrichten, Bauen, Verschrauben und dem Installieren der Nullpunkt-Kamera oder sonstigen Problemen.

Marian war der Mann der Elektronik. Ob Netzteile, Arduinos, Steuerungboards, Verdrahtung oder Endlagenschalter, er war stets im Thema und stand mit Rat und Tat zur Seite.


Am Freitag gab es erst einmal eine Vorstellungsrunde, und wir bekamen anschließend das gesamte Material, eine Anleitung und einen Arbeitsplatz zugeteilt.
Ich war doch etwas aufgeregt, da ich von allem NULL Ahnung hatte.

Mein Arbeitsplatz und das Material …

… Vorbereitungen vor dem Zusammenbau …

… Alois erklärt und zeigt …

… das Ausrichten der Linear-Schienen mittels Lehren.

Das Ergebnis am Ende des ersten Tages …

… kann sich schon sehen lassen.


Am Samstag wurden alle Fräsen so gut wie fertig gebastelt.

Marian demonstriert die Montage der Antriebsriemen …

… den Einbau der elektrischen Komponenten …

… das Verbinden des Dötzchens mit dem Rechner …

…das erste Lebenszeichen, ein Alarm 🙂

Marian zeigt die Handhabung und erste Gehversuche mit dem Gesamtsystem

Begriffe wie CAD, CAM, Eurohalsaufnahme, Z-Achse, Homing, Nullpunkte, Referenzfahrt, Nema23 Schrittmotoren, GRBL, G-Code, Rampamuffen und Opferplatte wurden mit Leben erfüllt und ergaben nun einen Sinn für uns.


Sonntag dann die Abschlussarbeiten und die Einweisung in die Software.

Birgit vor der Gruppe beim Erklären von Hardwarekomponenten wie Spindeln und Fräser.

Der Schulungsraum

Birgit erklärte einiges zu Fräsern und Fräsmotoren.
Wer wollte, konnte sich benötigte Zubehörteile mitnehmen, die Abrechnung erfolgte später direkt über den jeweiligen Anbieter.

Im “Seminarraum” nahm Marian an der Großbildleinwand die Erklärung diverser Komponenten der Fräse, Einstellungen und Erweiterungsmöglichkeiten vor.
Birgit gab Erläuterungen zu den Unterschieden von 2D zu 2,5D und 3D. Im Anschluss stellte sie diverse Softwarepakete für CAD, CAM und die Maschinensteuerung vor. Ganz wichtig: die Einweisung und Demonstration der Software. Hier konnte man am Laptop die Arbeitsschritte direkt nachvollziehen und auftretende Fragen sofort stellen. Davon gab es reichlich 😎

Werner und Felix lassen die Fräse über ihr Werkstück tanzen. Sie brachten schon Erfahrungen mit.

Ein Team der fortgeschrittenen Fräsennutzer, Vater und Sohn, hatten sich eine Datei zum Austesten der Fräse mitgebracht und machten sofort einen ersten Probelauf. Ich stand mit großen Augen dabei und konnte mir nicht vorstellen, dass ich das so schnell auch mal hinbekommen würde …

Nach und nach wurden die Fräsen in die Autos verladen und die Workshopteilnehmer traten ihren Heimweg an, der sie teilweise bis nach Süd-Hessen führte …

 

Wer sich angesprochen fühlt, und mehr Infos zu den Workshops haben möchte, findet die auf der Seite von Birgit Hellendahl: https://cnc14.de/

 

Zum Schluss noch einen großen Dank an die Gastgeber in Hamburg-Harburg, das Ehepaar Annet und Kai Holst!!!

Vom Apfel bis zum Kuchen, Von der Selter bis zum Kaffee, vom Grill bis zum Fleisch, wir wurden wirklich perfekt versorgt! Ich habe mich sehr wohl gefühlt und werde euch bestimmt beim nächsten Workshop im April 2021 besuchen!

 

Fazit: Es war die richtige Entscheidung für mich, an dem Workshop teilzunehmen. Die kleine Fräse ist meine Freundin geworden, und wir haben viel Spaß zusammen. Dass ich selbst so schnell sichtbare Erfolge vorweisen kann, hätte ich nicht gedacht. Einiges werde ich sicher in einer meiner nächsten Beiträge präsentieren.

Umbau Atlas Vindobona – 2 Triebkopf

Nach dem Umbau der Waggons wird es nun kniffeliger. ACHTUNG langer Beitrag 😛

Es gilt den Triebkopf so umzubauen, dass er betriebssicher und zuverlässig seine Runden dreht, und dazu noch gut aussieht.

Fahrwerks-Vergleich

Radstände

Da das Original an jedem Triebkopf vorne und hinten unterschiedliche Radstände hat, scheidet das Motorisieren mit nur einer geschlachteten Lok aus.
Es werden 2 unterschiedliche Märklin®-Loks dran glauben müssen, um die verschiedenen Radstände realisieren zu können.
Als Opfer dienten eine BR216, im Volksmund Eisenschwein genannt, weil sie so schwer aufgebaut ist, und eine 8838, E-Lok BR 139 der DB.
Es tut immer weh, funktionierende Loks zu zersägen, aber ein kompletter Eigenbau übersteigt meine Fähigkeiten. Der gezeigte Weg ist der einzig praktikable für mich, eine Motorisierung umzusetzen.

 

Erstes Opfer

Opfer Nummer 2


Atlas-“Fahrwerk” – zersägte Märklin-Fahrwerke – Kombination aus 2 Märklin-Fahrwerken und Atlas-Mittelstück – Hütchen von Atlas

Auf dem linken Bild sind die Ergebnisse mehrerer Arbeitsschritte zu sehen.

  • Original Atlas-Unterteil
  • Die Hälften zweier zersägter Lokfahrwerke
  • Ein neu zusammengesetztes Fahrwerk für den Triebkopf
  • Das “Hütchen”, das glücklicherweise schmatzend auf die Märklin-Teile passt

Leider habe ich beim Zersägen und neu Kombinieren nicht auf die Position der Treppe in der Schürze geachtet, die ist beim fertigen Modell nun leider an der falschen Stelle. Das wird aber nur den wenigsten auffallen.


Fahrwerksgrundkörper

Die zwei halben Lokfahrwerke und das Atlas-Mittelstück werden mit Zweikomponentenkleber dauerhaft miteinander verbunden.
Das Atlas-Mittelstück wird so ausgeschliffen, dass es später problemlos den Motor aufnehmen kann.

Auch hier erweist es sich als günstig, dass Altas das Chassis aus Metall erstellt hat, somit besteht eine solide Basis für den Triebwagen.


Motorisierung

Für die Motorisierung nehme ich den Motor 7297431 von NOCH®/Rokuhan® mit Wellen auf beiden Seiten. Diese verlängere ich und treibe mit der Schnecke direkt das große Zahnrad an.
Ich gehe mit der Welle durch die obere Wellenführung. Der Rokuhan®-Motor ist nicht sehr schnell. Nimmt man den Weg über die untere Wellenführung, so wie Märklin® es macht, wird der Triebkopf noch langsamer. Um das zu verhindern, wäre es möglich, die Zahnräder auf den Wellen zu tauschen. Das habe ich aber nicht versucht.
In der Hoffnung auf verbesserte Laufeigenschaften habe ich noch eine Schwungmasse auf die Welle gesetzt. Glücklicherweise liegt dem Motorset von Rokuhan® ein Kardanwellenelement bei. Durch das Verwenden von zwei verschiedenen Chassis konnte ich es für diesen Umbau sehr gut gebrauchen!


Nach der Motorisierung baute ich Licht in den Triebkopf.
Wie alle anderen Bastler, durfte ich feststellen, dass das Gehäuse transluzent ist.
Damit das Licht nicht durch das Gehäuse scheint, schwärzte ich es von innen mit Farbe von Revell.

Ich bohrte für die drei Lampen des Spitzensignals Löcher und setzte dort Lichtleiter ein.
Die LEDs brachte ich an der gleichen Stelle an, wo vorher die Glühlämpchen saßen.
Leider sind meine roten LEDs recht dunkel, so dass man das Licht kaum sieht.
Aber eine Verkabelung vom Fahrwerk in das Plastikgehäuse zu den LEDs wollte ich mir ersparen.

Bohrloch außen

Bohrloch innen

Das Bohren der Löcher war nicht so schwer.
Ich hatte erst vor, mit einer heißen Stecknadel zu körnen, aber Hitze war nicht nötig.
Also mit einer Stecknadel das Bohrloch gekörnt und erst mit 0,3mm dann mit 0,4mm ein Loch gebohrt.
Das ist meine Aufnahme für den Lichtleiter:
Zur besseren Verständlichkeit der Bilder ist der Bohrer noch in den Löchern zu sehen.
Gebohrt habe ich freihändig. Links und rechts jeweils der Lichtleiter und der im Bohrloch steckende Bohrer.

Lichtleiter

Das Ergebnis

Den Lichtleiter habe ich nach dem Trocknen des Klebers in Richtung Leuchtmittel gebogen.

Dadurch bekommt auch die obere Lampe des Spitzensignals ihr Licht ab.

Damit die LEDs ihr Licht nicht in den falschen Lichtleiter einstreuen, habe ich zwischen die Lichtleiter ein kleines Stück schwarzes Papier geklebt.


Weiße LED

Rote LED

Die Beleuchtung an den Triebköpfen funktioniert nun richtungsabhängig.
Gelöst habe ich es simpel mit einem Widerstand und zwei Dioden.
Eine Duo-LED geht nicht, weil dann ein “Umschalten” der Scheinwerfer nicht möglich wäre. Die rote LED könnte etwas heller sein, das werde ich vielleicht noch mal ändern.


Faltenbalg-Nachbildungen

Zum Abschluss habe ich den Triebköpfen und Waggons Faltenbälge spendiert. Ich hatte versucht, sie kürzer zu kuppeln, aber die Kupplungen klemmten am Chassis. Zudem ist der Umbau an den Drehgestellen extrem fummelig. Dazu kommt, dass sie keine Gegenbögen im Industrieradius fahren können, wenn sie kurzgekuppelt sind. Für die Faltenbalgnachbildung habe ich zweiadrige Litze verwendet und in die Wagenübergänge geklebt.


Fertig

 

Ansicht des Triebkopfes im fertigen Zustand.
Das Ensemble macht eine gute Figur auf dem Gleis.

Die Fahreigenschaften sind top und machen das Zerschneiden der zwei Loks fast vergessen. 😳

 


Damit ich alles gut gut verstauen kann, baute ich die Formteile mehrerer Schachteln so um, dass die beiden Triebköpfe mit den drei Waggons darin Platz finden.
Da die Schachteln von außen alle gleich aussehen, habe ich das für dieses Modell geändert. Durch einen passenden Aufkleber sehe ich gleich, was die Box beherbergt.
Nach diesem Erfolg ist es mein Ziel, noch weitere Modelle aus der Reihe zu motorisieren.

Fazit: Der Umbau ist nicht wirklich schwer umzusetzen, aber das Austesten und Entwickeln von Lösungen, sowie das Auffinden von brauchbaren Teilen brauchte seine Zeit.
Ich hoffe, dass dieser Baubericht andere ermutigt, ebenfalls den Umbau anzugehen, und die Arbeit erleichtert.

Umbau Atlas Vindobona – 1 Waggon

Vor einigen Jahren, ab 2011, hat der Atlas Verlag eine Serie Standmodelle in 1/220 aufgelegt.
Ich abonnierte die Serie in der Hoffnung, dass ich einige der Modelle zu einem späteren Zeitpunkt einmal motorisieren könnte.

Den Anfang habe ich nun mit dem Vindobona gemacht, dem TEE der ehemaligen DDR.

Insgesamt war der Umbau nicht schwer. Da ich aber ohne Anleitung gebaut habe, hat das Projekt gefühlt ewig gedauert. Ich musste ja die möglichen Lösungen zuerst austesten.
Im ZFI Forum haben zwar schon einige ihre Umbauten gezeigt, aber nie beschrieben, wie sie es gemacht haben, oder welche Teile sie verwendet haben. Bei einigen war der Aufwand so groß, dass das für mich nicht in Frage kam.

Angefangen habe ich mit der “leichteren” Aufgabe, die Waggons rollfähig zu machen.
Auch hier habe ich viel Zeit gebraucht, bis ich den optimalen Drehgestelltyp herausgefunden hatte.
Meinen ersten Test machte ich mit den Drehgestellen einer japanischen Zugkombi, die ich extra zum Ausschlachten gekauft hatte. Das hätte ich mir sparen können, denn die Waggons lagen damit immer zu hoch, und die Laufeigenschaften waren viel schlechter als die der Märklin®-Drehgestelle.

Ich entschied mich also für die Drehgestelle der TEE-Wagen z.B. 8725.

Aber nun der Reihe nach …

Das Zerlegen der Atlas-Waggons gestaltete sich recht einfach.

Links der Triebkopf und ein Waggon von unten.
Auf der rechten Seite habe ich den Waggon schon in seine Einzelteile zerlegt.

Prima, der Waggonboden des Standmodells ist aus Metall. Das verleiht der Garnitur später Gewicht und Stabilität.


Von dem Metallgestell schneide ich die Zapfen der alten Radhalterung ab und schleife die Fläche plan.

Die Bohrung verwende ich später weiter als Aufnahme für die Drehgestelllagerung.

 


In die Zapfen der Märklin®-Drehgestelle bohre ich ein 1mm Loch, durch das ich einen kleinen Messingnagel führe.

Den habe ich vorher auf das richtige Maß gefeilt.
Das geht einfach: Nagel in das Bohrfutter einspannen und die Feile an den Nagel halten, bis das Maß stimmt.
Den dicken Teil schneide ich später ab.


An der Waggon-Schürze feile ich den Rand so weit runter, bis eine glatte Kante entsteht, die mehr Abstand zum Drehgestell hat, als es vorher der Fall war.

Dadurch ergeben sich Gleitflächen, die das Drehgestell nicht behindern, wenn es an den Rahmen kommen sollte.

 


Damit der Nagel später stramm im Zapfen sitzt, klebe ich einen Zahnstocher ein.
Der Nagel hält dadurch ohne Verkleben, und es ist möglich, während der Anpassarbeiten das Drehgestell häufiger zu montieren und zu demontieren.

 


Auf die blanke Metallfläche (oben rechts im Bild) klebe ich zum Abschluss eine dünne Kunststoffplatte, auf die der Kunststoffzapfen des Drehgestells als Höhenbegrenzung stößt.

Dadurch reibt das Drehgestell nur wenig am Wagenkasten.

Das Ergebnis ist ein Waggon mit hervorragenden Laufeigenschaften, der dank des Märklin®-Drehgestells auch gleich ganz einfach gekuppelt werden kann.

Zugunsten einer guten Kurvengängigkeit habe ich auf ein zu enges Kuppeln verzichtet und die Waggons noch mit einer Faltenbalgimitation ausgerüstet:

Rollfähiger Waggon