Vom Sockel gehauen

Bei der Ausgestaltung der Vereinsmodule wollte ich nicht auf den Aufbau von Oberleitungsmasten verzichten.
Dafür Eigenbau-Masten zu verwenden, war mir zu aufwändig und zu riskant, da, wenn die Module in anderer Hand sind, damit nicht so rücksichtsvoll umgegangen wird, wie mit den eigenen Modulen.
Daher fand ich es hier sinnvoll, die Serienmasten von Märklin® zu verwenden.
Deren Nachteile liegen in meinen Augen, neben der Optik, in der Mastbefestigung, weil man die Metallzungen mit Mastaufnahme schon beim Verlegen der Gleise unterklipsen muss.
Der Vorteil der Serienmasten liegt in deren einfachen Verfügbarkeit, und den unkomplizierten Austausch, wenn z.B. ein Mast beschädigt ist.

Mir kam die Idee, für Serienmasten einen neuen Mastfuß anzufertigen, der eine nachträgliche Montage erlaubt.

Gefertigt aus Messing ist er stabil, und man kann ihn nach dem Verlegen der Gleise installieren. Das macht das Anbringen deutlich einfacher. Die Montage des Mastes geschieht, wie beim Original, durch das Einschieben in den Mastfuß.
Das Format habe ich so gewählt, dass es wie ein großes Betonfundament wirkt. Die Optik profitiert dann noch einmal, wenn man am Serienmast den Kunststoffschnipsel am hinteren Sockelende mit einem Klingenmesser sauber abtrennt.

Da wir im Verein ohne echten Oberleitungsbetrieb fahren, haben wir die Masten alle etwas höher gesetzt. Das ist mit der 4mm-Variante des Sockels möglich. Aber auch zum Ausgleich von verschieden Höhen am Gleisbett kann man ihn gut verwenden.

Außerdem bekommt man so die Möglichkeit, an Bettungsgleisen von Rokuhan® oder MIRCO-TRAINS® die Märklin Oberleitungsmasten einzusetzen.
Die 2mm-Version ermöglicht es auch an Peco®-Gleisen und an denen diverser Kleinserienhersteller die Märklin®-Masten zu platzieren.

Links die 2mm-Version zur direkten Montage auf der Anlagenplatte oder der Korkunterlage in Gleishöhe.

Rechts die 4mm-Version zur Montage unterhalb des Gleisniveaus im Schotterbett oder zur höheren Montage des Fahrdrahtes.

 

Diese kleine Innovation habe ich mir schützen lassen und hier auch für andere verfügbar gemacht.

Behnke Ätzmodelle

Behnke Ätzmodelle

2014 hatte ich nicht so viel Zeit für die MoBa, da sich privat vieles geändert hatte. Trotzdem konnte ich nebenbei an kleineren Projekten basteln. So lötete ich diverse Bausätze zusammen die Peter Behnke sehr günstig über eine Auktionsplattform vertreibt.

Ich habe extra eine Rubrik erstellt um Hilfesuchenden die Möglichkeit zu bieten sich bei dem Bau dieser Modelle an meiner Anleitung zu orientieren.

Jetzt sind alle Berichte zu erreichen :
Foto-Bauanleitung des “NIEMAG Gleisjochkrans” online (19.01.15)
Foto-Bauanleitung des “EDK 80” online (18.01.15)
Foto-Bauanleitung des “Dier I” online (16.01.15)
Foto-Bauanleitung des Schienen LKW”VOMAG” online (16.01.15)

Für großes Bild auf Vorschau klicken.

    

Dier1                                     Dampfkran Kraus Linz            Niemag Gleisjochkran

      

TAKRAF RDK 280                 Vomag Schienen LKW                 EDK 80

Allen Bausätzen ist gemein, dass sie ohne Bauanleitung geliefert werden. So hat man teilweise den Eindruck an einem Puzzle zu sitzen, denn die Teile müssen passend zusammengesucht werden. Das ist je nach Bausatz mehr oder weniger schwierig. Das Verlöten gestaltet sich in jedem Fall nicht einfach, das Material ist nur 0,1mm stark und alle Teile sind extrem filigran. Alles in allem eine kleine Herausforderung. Bei Erfolg überzeugt das Ergebnis aber in jedem Fall. Ich habe mich beim Zusammenbau für das Löten entschieden. Nur Teile, die ich nach dem Lackieren zusammenbaue, werden geklebt.

Die Arbeit mit den Bausätzen macht süchtig, ich habe oben nur eine kleine Auswahl eingestellt. Weitere sind schon fertig oder warten noch auf den Lack oder den kompletten Zusammenbau. Ich kann jedem, der Lust am Basteln hat, nur empfehlen sich an einem der Bausätze zu versuchen. Aufgrund des niedrigen Preises ist es auch kein Beinbruch, wenn man einen Bausatz verhunzen sollte.

 28. November 2014