Transportkistenbau

Nachdem ich im Baumarkt alle Holzteile entsprechend der Zeichnung habe zuschneiden lassen, beginne ich mit dem Bau der Transportkiste.

Bei einem rechteckigen Modul gestaltet es sich recht einfach.
Die zugeschnittenen Holzstücke werden um das Modul positioniert um zu sehen ob evtl ein Rechenfehler vorliegt (niemals 😉 ).
Das graue Teil auf dem Foto ist ein Stück Kunststoff, das so dick ist, wie später der Luftspalt zwischen Modul und Kasten.
In Schritt eins wird das Modul mittig seitlich auf das lange Kistenteil gelegt, an der Unterseite noch ohne Abstandhalter.
Die kommen nach dem Ausmessen vor die Modulstirnseiten.
Mit Bleistift und Lineal wird nun die Kante des Moduls in voller Höhe/Länge auf das Seitenteil übertragen.
Zwei im Vorfeld zugeschnittene Vierkantleisten werden nun an der späteren Kisteninnenseite auf der Seitenwand verleimt. Die Leisten im Inneren der Kiste sind nur so lang, dass sie später vom Kistendeckel bis zur Moduloberkante reichen. Ist der Leim Trocken, wird an diese kurze Leiste die Stirnplatte mit der Außenleiste verleimt und mit Zwingen gesichert. (Foto links)
Diesen Schritt wiederholt man dann auf der anderen Seite.
Das Ergebnis sieht dann wie auf dem Bild links aus. Das Modul habe ich heraus gehoben, damit es sich nicht ausversehen mit den Seitenwänden verklebt.
Ausreichende Trocknungszeiten sind ohnehin zwischen den Arbeitsschritten zu empfehlen.
Für die letzte Seitenwand wird das Modul wieder zwischen die Kistenseiten gestellt, dieses Mal allerdings kommen die Abstandshalter unter das Modul und ggf. auch auf das Modul. Das ist von der Dicke der Abstandhalter abhängig.
Jetzt wird die letzte Seitenplatte mit den beiden Seitenteilen verleimt.
Sind die Verleimungen der Seitenteile trocken, wird die Deckelplatte darauf verleimt und die Kiste ist fertig. Allerdings habe ich vorher noch das Geländeprofil mit Bleistift auf die Kisteninnenwand gezeichnet. So ist auch an der fertigen Kiste zu erkennen, wo im inneren am meisten Platz vorhanden ist. Dieser Freiraum kann später zum Lagern von Gebäuden und sonstigem Zubehör genutzt werden.
An den Stirnseiten habe ich die Seitenwände zusätzlich mit Leisten verstärkt.

 

 

 

Modultransport

Auch das neue Modul Ratekau, das aus zwei Segmenten besteht, soll wieder auf Messen im Verbund mit anderen Modulen präsentiert werden. Dafür benötigt es eine vernünftige Transportverpackung.
Sie ist für den Schutz und das Verstauen von Dingen nötig, die zu diesen beiden Segmenten gehören. Dazu zählen die Modulbeine, Trafos, Kabel, Gebäude usw…
Ist alles was benötigt wird an den Modulen und den Transportkisten befestigt, erlebt man auf einer Ausstellung keine böse Überraschung, weil die Hälfte fehlt.
Am wichtigsten sind die Modulbeine, sie bekommen eine Halterung unter den Modulen, so können sie nie vergessen werden.

Das für die Kisten benötigte Material ermittle ich genau. Hierfür erstelle ich vor dem Kauf des Holzes im Baumarkt eine Zeichnung. Anhand dieser Zeichnung berechne ich die Maße der benötigten Holzplatten.

Auf der Zeichnung links habe ich die Dimensionen für die Holzkiste, die die Segmente später ummanteln soll, eingezeichnet. An den jeweiligen Stirnseiten plane ich einen Überstand von ca 2cm. Dadurch kann ich auf Grifflöcher verzichten, da sich an den Überständen die Kisten zum Tragen gut anfassen lassen. Keine Tragelöcher in der Kiste, heißt auch kein Staub oder Feuchtigkeit die hierdurch eintreten könnten. Ein weiteres Problem durch die Grifflöcher an meinen Modulen war, dass man beim Reinstecken der Finger doch an Kabel oder Gestaltungsgegenstände heran langen und etwas zerstören konnte. Das ist bei einer geschlossenen Kiste eben nicht möglich.

Zur Berechnung der Seitenwanddimensionen addiere ich die Materialstärke der Stirnseiten zuzüglich ca 2-3mm Luft zwischen Modulaußenwand und Modulkiste plus den Überstand zur Modullänge zusammen.
Wäre kein Luftspalt zwischen Modul und Kasten vorhanden, ließe sich der Deckel nur schwer aufsetzten oder abnehmen, da die Luft weder entweichen noch einströmen könnte. Zudem wäre die Reibung zwischen Deckel und Modul zu groß um den Deckel geschmeidig vom Modul heben oder aufsetzen zu können.

So habe ich das Format der Kistenbretter berechnet:
Länge des langen Seitenteils + 2 x 2mm für den Luftspalt + 2 x 8mm Material + 2 x 20mm Überstand.
Der Wert der der beim Zuschnitt der Bretter auf die Länge der Seitenteile addiert wird, beträgt ca 6cm.
An den Stirnseiten wird der Überstand weggelassen, es sind somit nur 2cm die zur Modulbreite addiert werden müssen (2x Materialstärke und Luftspalt).

Die Gesamthöhe der Kisten haben wir bei den Eisenbahnfreunden Bad Schwartau und dem Freundeskreis der Spur Z Hamburg auf 30cm festgelegt, damit alles vernünftig stapelbar bleibt.

Mit den so ermittelten Maßen lasse ich dann im Baumarkt die Bretter zuschneiden.
Bei der Materialstärke habe mich später für nur 6mm an den Seitenwänden und 8mm für die Deckelplatten entschieden. Eigentlich wollte ich die Seitenwände gleichstark anfertigen, habe mich aber um Gewicht zu sparen für die dünnere Variante entschieden. Stabilität bekommen diese dünneren Bretter der Seitenwände später noch durch Leisten. Den Deckel habe ich, damit er nicht durchbiegt und dem Kasten Stabilität verleiht, in 8mm Stärke zusägen lassen.

 

Baubericht Bahnhof Ratekau

Stellte ich im vorigen Beitrag die Beweggründe zum Bau des Bahnhofs und die Recherche dafür dar,  zeige ich nun wie ich das Projekt in die Modellbaurealität umgesetzt habe.

Nachdem ich glücklicherweise Zeichnungen von dem Gebäude erhalten hatte, konnte ich hiernach und nach eigenen Fotos, eine Vorlage erstellen um für den Bahnhof eine Ätzplatine fertigen zu lassen.
Dadurch bekomme ich einen robusten und akkuraten Korpus der nach dem Lackieren dem Vorbild stark ähneln sollte.


Da die Geschossdecke im geätzten Blech vorhanden ist, brauche ich nur die Seitenwände herunter zu klappen, schon ist ein erster Eindruck des Gebäudes vorhanden. Auf der Straßenseite muss die Seitenwand am Übergang vom Güterschuppen zur Wartehalle gebogen werden.
An den Stirnseiten verlöte ich die Giebelwände des Güterschuppens und auf der anderen Seite des Wartesaals.
Zwischen Güterschuppen und Wartesaal gibt es auch eine Giebelwand. Hier war ich bei der Vorlage bequem und habe die Höhe nicht berechnet, daher muss ich jetzt Maß nehmen und das Teil ablängen. Von innen werden die Außenwände zur Verstärkung mit Polystyrolprofilen  verklebt. Sie stellen später Tische und Bänke dar.

Auf der Gleisseite habe ich das Fachwerk ausgespart. Dadurch kann ich später mit recht wenig Aufwand das weiße Fachwerkgebälk in diese Aussparungen kleben. Die Lackierung ist dadurch einfach und präzise.

Erstmals habe ich Mauerwerk bei einer Ätzvorlage berücksichtigt und war überrascht wie gut das nach dem Ätzen zu sehen ist.


Hier ist der Innenbereich des kleinen Bahnhofs zu sehen. Ich habe in der Ätzvorlage die Zimmerwände berücksichtigt und sie auch bei Modell vorbildgerecht eingesetzt.

Ich kann während der Bauphase nicht abschätzen ob die später durch die Fenster zu sehen sind. Sollte das nicht der Fall sein, habe ich trotzdem ein gutes Gefühl 😛


Der ganze Bau kommt nun unter die Spritzpistole. Gewählt habe ich ein Ziegelbraun von Gunze.

Nachdem das Gebäude seine Farbe bekommen hat klebe ich die Fensterrahmen und Türen ein. Die wurden vorher weiß bzw grau lackiert.
Etwas Glück habe ich bei den Maßen der Fenster. Ein Fehler ist der, dass ich alle kleinen Fenster in einer Größe gezeichnet habe. Zwei sind aber kürzer, allerdings genau ein Drittel, so kann ich mit der Schere durch das Entfernen eines Fensterelementes diesen Fehler beseitigen.

Das Fachwerkelement ist weiß lackiert und wird in die Aussparungen verklebt.


Für die Dächer habe ich auf der Ätzplatine nichts vorbereitet. Die passe ich nun direkt am Gebäude aus Polystyrolresten an.

Es dauert etwas bis ich die richtigen Maße für die Seite der Wartehalle heraus habe, hier ist es ein Walmdach (links).

Einfacher stellt sich der Nachbau des Satteldaches auf dem Güterschuppen dar.


Auf die Polystyroldächer kommt 1000er Schmirgelpapier als Dachpappe in vorbildgerechter Breite.

Nach dem Verkleben des Fachwerkgitters und des Stationsschildes beginnt die Illusion zu wirken.


Jetzt fehlen nur noch die Schornsteine, Regenrinnen und Fallrohre. Die wirken, weil das Gebäude wie in der Realität echt mickerig ist, recht bullig.

Die Graffiti habe ich den Originalen auf der Straßenseite nachempfunden. Ich wollte allerdings nicht übertreiben. Auf der Gleisseite bleibt das Gebäude sauber bzw wird noch etwas gealtert, damit es nicht zu klinisch aussieht.


Hier nun ist der Bahnhof mit dem Fachwerk auf der Wartehalle zu sehen. Hinter den drei großen Fenstern befindet sich das kleine Stellwerk. Früher hatte der Bahnhof drei Gleise und dementsprechend Weichen und Signale die geschaltet werden mussten.

Die Güterverladung wurde schon in den 70er aufgegeben und das Verladegleis wurde abgerissen.

 

 

Ratekau Bahnhof

Ein weiteres wichtiges Vorbild, nach der Kirche in Ratekau, darf auf dem neuen Modul natürlich nicht fehlen, das Gebäude des alten Bahnhofes.

Bahnhof Ratekau 2017

Seit Jahren unbenutzt, steht das Gebäude besprüht an der Bahntrasse Lübeck/Puttgarden.

Das heutige Erscheinungsbild des Bauwerkes ist bedauernswert.

Seit 2012 soll es eigentlich einen neuen Bahnhof in Ratekau geben, aber durch den ausstehenden Neubau der festen Fehmarnbeltquerung muss ein Neubau warten, bis der aktuelle Streckenverlauf fest steht.

 

 

ratekau-bhf-foto-1975-250Bei der Recherche im Internet und bei den Eisenbahnfreunden Bad Schwartau gab es leider keine Informationen zu dem alten Gebäude.

Zum Glück konnte ich bei den Modellbahnfreunden Ratekau einige alte Zeichnungen der Bahn aus 1934/54 und einen Mini-Zeitungsbericht mit Foto von 1975 ergattern.

 

ratekau-bhf

Zeichnung von 1954.

Bei den ganzen Unterlagen befand sich auch eine Maßzeichnung des Gebäudes.

Mit Hilfe dieser Zeichnung erstellte ich mir eine Ätzvorlage.
Einen Korpus aus lackiertem Messing empfinde ich wertiger als einen Nachbau aus bedrucktem Papier, wie es die Eisenbahnfreunde Ratekau gemacht haben.
Hier ein Link auf das verblichene Bauwerk. Außerdem wird es so akkurater, vor allen Dingen die Fensterausschnitte und Fensterkreuze.

Meine erste geätzte Version ist zwar nicht ohne Fehler, aber die kann ich beim Zusammenbau beseitigen.
Für das Dach habe ich keine Ätzteile erstellt, hier benutze ich Polystyrolplatten als Unterbau, auf die dann die Teerpappe als Eindeckung kommt.
Dafür verwende ich 4,5mm (1m beim Vorbild) breite Streifen eines 1000er Schmirgelpapiers. Das ist so vorbildgerecht, dass die Anzahl der Teerpappbahnen mit der des Vorbilds übereinstimmen.
Das Holz-Fachwerk, die Fenster und Tore lackiere ich vor dem Zusammenbau. Den Gebäudekorpus nach dem Zusammenbau, vor dem Einsetzen von Türen und Fenstern.
Nach dem folgenden Zusammenfügen aller Teile fehlt nur noch die Verglasung und das Licht. Über die Alterung muss ich mir noch Gedanken machen. Entweder es gibt nur Schmutz oder aber vielleicht auch ein wenig Graffiti.

Zustand 1986

Zwischenzeitlich habe ich Zeitzeugen im Ort gefunden, die mir historische Details und Fotos zu der hiesigen Bahnstrecke liefern konnten.
Das Anfangsbauwerk war nur eine offene Halle, die im laufe der Zeit immer weiter ausgebaut wurde. Dieser Gebäudetyp soll an der gesamten Strecke gebaut worden sein.
Der Vorbildzustand meines Nachbaus, wird vermutlich dem Stand um 1960 entsprechen.

Der Gleisplan des Bahnhofs in Ratekau.

Zustand Januar 1939

 

 


Veröffentlichung der Bahnzeichnungen mit freundlicher Genehmigung des -DB Museums.
Bahnhofsfoto mit freundlicher Genehmigung von G.Fischer.

Testtag im Stellwerk Bad Schwartau -> Toy-Tec Alan Betrieb

Moin,

da mein Testkreis, gesteuert von ALAN, nun betriebsbereit ist, will ich interessierten Zettlern aus der Nähe oder von weiter her 😉 anbieten, sich das System in Ruhe anzusehen.

ALAN ist eine Steuerung, bei der es möglich ist, analoge Loks in digitaler Qualität zu steuern. D.h. einstellbare Höchstgeschwindigkeit, Bremsverzögerung, Blockbetrieb und vieles mehr. Ein Mischbetrieb digital und analog ist möglich, reiner Digitalbetrieb sowieso.

Termin ist Samstag der 01. April, kein Scherz  😀 , im Stellwerk Sn in Bad Schwartau ab 15 Uhr, Ende offen.
Wer kommen will, bitte unbedingt vorher anmelden, damit ich eine Idee von der zu erwartenden Personenanzahl bekomme.
Sagt auch die Uhrzeit dazu, dann kann ich das vielleicht ein wenig steuern.

Bringt eure Tablets, Handys, Laptops und Loks (analog und digital) mit. Dann können wir das System ausgiebig austesten.
Digital habe ich das System noch nicht getestet, da ich bislang nur analog unterwegs war.
Ein Decoder liegt hier zwar, aber den muss ich noch einbauen. Das sind reichlich Baustellen, alles Neuland für mich.

Das Stellwerk ist unser Vereinshaus, wir können also in Ruhe und zeitlich unbegrenzt die Räume nutzen.
Kaffee kann ich gegen eine kleine Spende anbieten, alles andere bitte selber mitbringen, oder wir rufen zwischendurch den Pizzadienst an.
Ich hoffe, es kommen viele Interessenten und wir verbringen einen schönen Tag rund um die Spur Z, dem schönsten Hobby von allen!

Danke an Jörg Erkel für das zur Verfügung stellen dieser Testanlage  😎

Brückenschlag

Die Bahnstrecke auf dem neuen Modul Ratekau überquert die Hauptstraße, die aus dem Ort heraus führt.
Um den Bahndamm entsprechend konstruieren zu können, stelle ich das Brückenbauwerk zuerst fertig.

1-bruecke-rohAls Basis nehme ich vier Brückenteile von HAK-Brücken, die ich zu einem Element zusammenfüge.

Zum Kleben verwende ich ein  2-Komponenten-Gel, mit dessen Hilfe ich mehrere Alu-U-Träger zur Stabilisierung von unten an die Konstruktion bringe.
Nach dem Aushärten der 2-Komponenten-Masse werden die Übergänge beigeschliffen.
Das fertige Teil wird nun lackiert.

3-riffelblecho Die Trittbleche an den Seiten stelle ich durch Paketband dar.
Leider komme ich nur an weißes heran, ich hoffe das wird mich später nicht mit ‘durchblitzenden’ Stellen ärgern.
Das Band klebe ich zur Verstärkung auf einen etwas schmaleren Polystyrolstreifen. So kann ich es später versetzt, direkt bis an das Schienenprofil, verkleben.
Die vier Teile lackiere ich und altere sie sofort.
2-riffelblechu

4-fertig5-bruecke-komplettIm nächsten Schritt verbinde ich die Trittbleche fest mit den Gleisen, damit im Betrieb ein Verrutschen ausgeschlossen werden kann.
Das ganze Bauwerk ist nun ausreichend eigenstabil und kann in den Trassenverlauf eingefügt werden.

Die anschließenden Testläufe verlaufen erfolgreich, und die Bauarbeiten an den Segmenten können weitergehen …

 

 

 

Digitale Zukunft?

Wie wird meine MoBa-Zukunft aussehen? Digital oder weiterhin analog, das ist die Frage.

Pro:

  • Verbesserte Fahreigenschaften
  • Anfahrverzögerung
  • Bremsverzögerung
  • Einstellbare Höchstgeschwindigkeit
  • Licht steuerbar
  • Sound möglich
  • Automatisierungen
    (z.B. Schattenbahnhof, Weichenstraßen, Kehrschleifensteuerung)
  • Quatschen auf Ausstellungen möglich ohne Erhöhen der Fehlerquote 🙂

Kontra:

  • Kosten
  • Aufwändig nachinstallieren
  • Systemwahl
  • Decoder in Loks einbauen
  • Computerabsturz = alles steht
  • Herstellerabhängigkeiten
  • Neue technische Probleme (Decoder brennt durch)
  • Adresssuche von Loks
  • Programmieraufwand der einzelnen Komponenten, CVs bei den Loks usw.

Wenn ich mir die Liste so ansehe, sollte ich es bei analogem Betrieb belassen. 😎

Aber die Möglichkeiten der digitalen Technik reizen mich schon. Da kam mir die Gelegenheit entgegen, dass Jörg Erkel mir angeboten hat, ein Testpaket für 4 Wochen zu ordern, und erste Erfahrungen mit dem System zu sammeln.

Ich habe mich für den Test mit ALAN entschieden, da es verspricht, analoge und digitale Loks im Mischbetrieb steuern zu können. Mein ganzer Fuhrpark ist analog, das reine Nachrüsten aller Loks mit Decodern wäre schon sehr teuer und technisch teilweise aufwändig. Wenn die Versprechungen von ALAN stimmen, dann kann ich mir das Nachrüsten sparen, ohne dabei auf die Vorteile gegenüber Loks mit Decoder zu verzichten.
Das reizt mich dann doch.

Das erste Mal habe ich ALAN in Göppingen 2015 gesehen. Die Markteinführung war erst im Januar 2016. Es ist also ein sehr junges System.
Ich habe dann Herrn Gaugler im Januar 2017 auf die Ausstellung der Eisenbahnfreunde Bad Schwartau eingeladen, um das System dort noch einmal unter die Lupe nehmen zu können.
Leider hatte ich dafür keine Zeit, da ich als Mitorganisator und Aussteller den ganzen Tag unterwegs war.

Umso mehr freut mich das Angebot von Jörg Erkel, mit dem Testpaket erste Erfahrungen mit diesem System machen zu können.

Heute ging es dann los mit …

… dem Erhalt des Testpakets.

Ich werde jetzt in unregelmäßigen Abständen meine Erfahrung zu diesem System auf meiner Webseite veröffentlichen und denke, dass das auch andere Modellbahner der Spur-Z interessieren wird.

Schottern

Das Einschottern von Gleisen ist ständig Thema von Nachfragen.

Daher will ich hier meine Methode beschreiben.

Vorab, ich liebe Schottern! Es handelt sich um eine entspannende Arbeit bei der man schön Musik hören und schnell seinen Erfolg genießen kann.

Als Kleber nehme ich ein Gemisch aus 1/3 Holzleim (Wasserlöslich), 1/3 Tapetenkleister, 1/3 Spüliwasser (viel Spüli).
Es reicht auch Holzleim und Spüliwasser, aber ich habe von einigen MoBa Kollegen gehört, dass sich bei ihnen nach längerer Zeit die Gleise abgelöst haben, das ist mir bei meiner Mixtur noch nicht passiert, daher bin ich wechselunfreudig.
Für den Betrieb zu hause reicht sicher eine Mischung aus 1/3 Holzleim und 2/3 Spüli-Wasser, da die Temperaturen immer recht konstant sind. Da meine Module auch auf Ausstellungen stehen, kommen extreme Temperaturschwankungen und damit Belastungen auf die Gleise zu.

So und hier nun die einzelnen Schritte:

 2-3-schottern

  • Die Gleise werden mit Stecknadeln fixiert.
  • Ich streue den Schotter zuerst ausschließlich zwischen die Schienen.
  • Zum Streuen nehme ich eine alte Filmdose.
2-0-schottern

  • Mit einem Pinsel verteile ich den Schotter gleichmäßig zwischen den Schwellen.
  • Im Anschluss entferne ich den Schotter von den Schwellen mit Hilfe eines Pinsels und meines Fingers.
  • Ich schottere immer ca 20cm Abschnitte und arbeite mich so voran.
2-1-schottern

  • Mit einer Spritze lasse ich den Kleber direkt an die Schwellenkante laufen.
  • Durch die Tenside zieht sich das Gemisch von selbst in den Schotter, der so satt getränkt wird.
  • Es sollte kein Kleber auf die Oberseite der Schwellen gelangen, sonst klebt der Schotter dort fest. Also Voooorsicht!
2-2-schottern

  • Mit der Spritze tränke ich den Seitenbereich ordentlich mit dem Leimgemisch.
  • Keinen Leim auf die Schwellenoberseite bringen!
  • In die nasse Fläche streue ich den Schotter bis sich die Böschungsform ergibt.
  • Eventuell gebe ich Kleister nach und beriesele erneut.
2-4-schottern

  • Nach dem Trocknen entferne ich penibel die Schotterkörner die an der Schiene kleben.
  • Die Stecknadeln können raus wenn der Schotter trocken ist, nicht vorher!
  • Um sicher zu sein, dass sich kein Korn unter dem Schienenkopf versteckt hat, fahre ich seine Unterkante mit einem Schraubendreher ab. Die Schieneninnenseite ist besonders wichtig!
2-5-schottern

  • Zum Abschluss ist die Schiene auf der Oberseite dran. Mit einem Reinigungsfilz, getränkt in Spiritus, putze ich die Schienen gründlich.
  • Bei einem Fahrtest mit einer Lok, die eher eine schlechte Stromaufnahme hat (V60 / BR89), teste ich das Ergebnis.

Wie im richtigen Leben, viele Wege führen nach Rom. Es gibt noch andere Methoden, diese hier gefällt mir am besten.

Als Material zum Schottern verwende ich Deko Sand 3327 von Heki.

Danke!

Eigentlich ist meine Homepage werbefrei.
Aber jetzt mache ich mal eine Ausnahme und bedanke mich hiermit dafür, dass meine Website unter dem Dach meiner Frau Lena Johannson Unterschlupf findet.
Falls ihr noch ein Geschenk für eure Frau, einen Verwandten, Freund, Nachbarn oder euch selber sucht, liegt ihr mit den Büchern von Lena Johannson genau richtig.

 

2016-sanddornsommer

 

Zum Beispiel mit ihrem aktuellen Roman Sanddornsommer.
Darin wird die Geschichte einer Frau erzählt, die kurz vor ihrem 30sten Geburtstag nach Rügen reist, um ihr Leben zu überdenken. Dort sammelt sie nicht nur Erfahrungen auf einer Sanddornplantage, sondern löst auch noch ein lang gehütetes Familiengeheimnis.
Der Roman ist erst seit Mai auf dem Markt, hat aber bereits die vierte Auflage.
Und es wird eine Fortsetzung geben. Gut für Viel-Leserinnen!

 

ruegenaerztin

 

Die Ärztin von Rügen spielt natürlich auch auf der Ostsee-Insel, allerdings um 1890.
Im Mittelpunkt steht die Tochter eines Arztes, die selber gern Ärztin wäre und ihrem Vater tatkräftig assistiert.
Sehr zum Missfallen eines Badearztes, der ihr das Leben zur Hölle macht.
Übrigens erzählt der Roman auch viel vom Bau der Bahnstrecke auf Rügen, von den schwierigen Bedingungen der Arbeiter, der Gegenwehr einiger Inselbewohner, von Unfällen und Fortschritten. Insofern ist das vielleicht auch ein Buch zum Selberlesen 💡

 

Bahndamm

In diesem Beitrag beschäftige ich mich mit dem Herstellen des Bahndamms.
Eine gute Hilfe für den Modellbahner sind die Normblätter der MOROP.
Hier findet man für jede Spurweite diverse Normen.

Für den Bahndamm ist das die NEM 122.
Ich habe mir die Mühe gemacht, die Maße direkt in die Zeichnung einzutragen, da mich ja nur die Werte für die Spur Z interessieren:

bahndamm-nem122

z-bahndammSo baue ich den Bahndamm für die Spur Z auf.
Als Unterkonstruktion dienen Korkstreifen mit 16 und 25 mm Breite.
Die Schrägung entsteht später beim Schottern.
nem-_bahndammSo müsste der Bahndamm nach NEM aufgebaut sein.
Der untere Korkstreifen wäre 2 mm dick und 26 mm breit.
Der obere Streifen ist 1,4 mm dick und 16 mm breit. Das ist aber für die Praxis nicht günstig.

So viel zur Theorie, hier nun die Praxis:

Die Höhe der Korkbettung für Ober- und Unterbau müsste laut NEM ca 3,4mm betragen, da das Märklingleis® ca 2,6mm hoch ist.
Im Handel gibt es aber nur 2mm starkes Korkmaterial, so nutze ich zwei Lagen übereinander, so wie oben auf der linken Zeichnung abgebildet = 4mm.Nach dem Begrasen, an der unteren Schotterkante sind später optisch nur 3mm sichtbar und es passt wieder.p1080209Auf dem Bild links sieht man wie ich dabei vorgehe. Die beiden Kork-Lagen als Unterbau für ein Gleis werden mittig übereinander verklebt. Die beiden Lagen für das Parallelgleis direkt daneben. Ich schräge die Schnittkanten nicht an. Später beim Schottern ergibt sich die Schräge automatisch.

Da der Regelabstand von zwei Gleisen 25 mm beträgt, passen die 25 mm Korkbreite der unteren Bahn perfekt.
Am Modulende wird zum Schluss der überstehende Kork sauber abgeschnitten.