Oberleitung

Noch gibt es hier im echten Ratekau keine Oberleitung, ich bin meiner Zeit da im Voraus.
Im Rahmen der festen Fehmarn-Belt-Querung ist eine Elektrifizierung allerdings geplant.

Daher habe ich entschieden auf meinen Modulen den Betrieb mit Oberleitung darzustellen.

Ich verwende wieder meine eigenen Masten und nicht die von Märklin.
Meine sind filigraner, haben am Sockel Knotenblechnachbildungen und die waagerechten Mast-Streben sind, wie beim Vorbild, nach innen offen. Dazu habe ich eine lange und eine kurze Version der Ausleger, um wie beim Vorbild den Fahrdraht im Zickzack über die Gleise zu spannen.

Da ist dann ersteinmal Fleißarbeit angesagt, die ganzen Masten aus den Blechen austrennen, verlöten, feilen und dann entfetten. Ist das geschehen, werden alle mit einem Sockel versehen und lackiert.

 

 

Dann kommen alle an ihre angestammten Plätze. Bei den Abständen halte ich mich an die Realität. Auf gerader Stecke alle 50m =22,7cm ein Mast in den Kurven entsprechend mehr. Wobei ich sie in den Kurven nicht wirklich so dicht gesetzt habe, wie sie stehen müssten, es sieht auf der Modell etwas seltsam aus, wenn sie zu dicht aneinander stehen.

Als Fahrdraht nehme ich wie immer einen Beilauffaden und spanne den schön über der Strecke.

Blödzinn

Lötzinn.

Wenn es beim Modellbau ums Löten geht, denken die meisten nur an den Lötkolben.
Selbst bei Workshops bei uns im Verein trauten sich einige Mitglieder nicht an die Aufgabe des Lötens heran.
Eigentlich ist es nicht schwer. Ein guter Lötkolben macht es einem einfacher, aber ein billiger tut es auch, so lange die Lötspitze Ok ist.
Ich habe meinen Wasserturm mit einer 60Watt Lötpistole gelötet. Das ging recht gut.
Die superkleine Lötspitze, die vermeintlich erforderlich ist, kann auch hinderlich sein. Wichtig ist, dass die Wärme schnell in ausreichender Menge übertragen werden kann.

Aber ganz wichtig ist das Lötzinn! Wer die Rolle Zinn verwendet die einem preiswerten Lötkolben beilag, wird in den meisten Fällen verzweifeln.

Zu beachten ist die Zusammensetzung in Bezug der verwendeten Metalle und die Flussmittelmenge.

Bis vor einigen Jahren war in dem Lot noch reichlich Blei vorhanden. Lange ist es für die Profis verboten, inzwischen auch für den Hobbybereich kaum noch zu erhalten.

Auf den 3 Bildern zu sehen:

  • das Linke, mit der roten Rolle, ist eine alte Qualität Elektroniklot das sich sehr gut handhaben lässt!
  • Das Lot in der Mitte war sehr billig hat angeblich den gleichen Metallanteil in der Legierung und etwas weniger Flussmittel (Flux). Das Zeug ist kaum zu gebrauchen. Während die beiden anderen Qualitäten bei Temperaturen um 320°C gut fließen, ist das China-Lot selbst bei über 400°C noch zäh und fließt schlecht. Auch der Zusatz von zusätzlichem Flussmittel hilft kaum.
  • Die rechte Rolle ist frei von Blei (Pb), das Lot fließt toll, sogar noch einen Tick besser als das alte Elektroniklot! Kalte Lötstellen gibt es kaum, dazu lässt es sich im Anschluss beim Verlöten von Bausätzen noch hervorragend bearbeiten.

Alt, bleihaltig und gut!

Zusammensetzung:
S-Sn60, Pb40, Flux 2,5%, Typ HS10

Billig und sein Geld nicht wert!

Zusammensetzung:
Sn60, Pb40, Flux 1,8%

Aktuelle Qualität mit sehr guten Eigenschaften!

Zusammensetzung:
Sn96, 5Ag3, 0Cu0,5, Flux 3,5%

Also Augen auf beim Lötzinnkauf, und nicht an der falschen Stelle sparen!

Adebar wunderbar

Vom Anfang meiner Planungen für das Modul war klar, dass es ein Storchennest geben wird.

Den Platz dafür wollte ich festlegen, wenn ich weitestgehend fertig bin, um einen möglichst plausiblen Platz dafür zu finden.

Es kamen drei Aufbauorte in Frage:

  1. Auf der Mauer der Kirchenruine,
  2. auf dem Dach des Pastorats,
  3. oder auf einem Pfahl mit Auflage vom Menschen gemacht

Die Mauer der Kirchenruine war mir zu niedrig, das Dach des Pastorats wäre ein guter Platz gewesen, ich hätte es ordentlich geschmuddelt um die Hinterlassenschaften der großen Tiere darzustellen. Ich wollte aber noch einen Storch im Landeanflug zeigen, da hatte ich keine gute Idee wie ich die Befestigung kaschieren sollte.

Somit  wurde es Nummer 3 aus meiner Liste. Das Vorbild steht hier ganz in der Nähe.
Nun galt es nach diesem Vorbild das Modell zu erstellen.

Als Baustoff für das Nest wollte ich Naturmaterial verwenden.
Getrocknete Grasrispen hatte ich im Bestand und experimentierte ein wenig damit herum.
Schnell war klar, das Zeug ist prima dafür zu verwenden.
Nun musste ich nur noch einen Weg finden es in die richtige Form zu bekommen.
Die erste Idee, es auf einer Unterlegscheibe kreisförmig aufzukleben, scheiterte am störrischen Gras


Ich brauchte etwas rundes, in der passenden Größe, in das ich es hineinkleben und in die runde Form zwingen konnte.
Ein Passbuchse für den Modulkopf erwies sich als Treffer.
Hälmchen für Hälmchen legte ich kreisförmig in den Tubus und ließ alles darin trocknen.


Das Ergebnis war in meinen Augen perfekt.
Mit diesem Nest als Basis ließ es sich gut weiterbasteln.

Die Optik entsprach genau meinen Vorstellungen von kleinen Ästchen.


Das Ausgangsmaterial ist nun vorhanden

Aus diesen Teilen sollte es gelingen das Vorbild überzeugend nachzubilden.
Das Storchenpaar hatte ich mir schon vor längerer Zeit auf einer Messe bei Rolfs Lädchen gekauft.
Der Baustamm stammt aus dem Garten und das Speichenrad hatte ich als Ätzbausatz aus meinem Shop im Bestand.


Nun galt es nur noch die Teile miteinander zu verheiraten.
Das ging schnell und das Ergebnis war in meinen Augen eine gelungene Bastelei.
Mit etwas Farbe bekommt alles noch Patina und die Verschmutzungen durch Vogelkot dürfen nicht fehlen.

 

Ein Bild des fertigen Ensembles ist der Abschluß dieser Bastelei.

Ruf doch mal an

Auf den Märklintagen in Göppingen zeigte Märklin seine Fähigkeiten im Messingguss anhand einer kleinen Telefonzelle in Z.
Ich war nicht vor Ort, aber Thomas, ein Stammtischmitglied, das dort war, zeigte sich bereit, mir das Kleinod zu verkaufen.

Das kleine Schätzchen habe ich mithilfe des Spritzgriffels gelb lackiert,
dann innen den Fernsprechapparat mit dem Pinsel dunkel gepinselt. Außerdem habe ich versucht, die Wählscheibe und den Münzschacht hervorzuheben.
Zum Abschluss habe ich kleine Werbeschildchen, so wie es früher immer war, eingeklebt, den  Türgriff hervorgehoben und die Fenster verglast.

 

Mit einer kleinen LED will ich die Miniaturtelefonzelle beleuchten.
Aufgrund des tollen Messingmaterials muss ich mir keine Gedanken machen,
dass das Licht durch die Wände scheint.

 

 

Die LED klebe ich sorgfältig an die Decke des Häuschens und achte darauf,
dass die Anschlussdrähte so liegen, dass ich sie unsichtbar nach unten führen kann.

Vor dem Einbau führe ich vorsichtshalber noch einen Funktionstest durch.
Der dünne Lackdraht soll nach dem Durchführen durch die Grundplatte nicht zu viel belastet werden, damit er nicht bricht oder reißt.

 

Ein Plätzchen habe ich schon vorgesehen,
in das sie sich hervorragend in die Szenerie einfügt.

 

 

 

Licht aus, Spot an, Whow 😎
Ich habe das Telefonhäuschen später noch einmal gedreht, sodass die Tür zur Straße zeigt, und die Hausbewohner nicht durch das Licht der Zelle gestört werden.

So macht mir Modellbau Spaß!

 

Die Räucherkate …

.. und ihr Reetdach.

Reet ist ein an den Küsten früher sehr gebräuchlicher, natürlich vorkommender Werkstoff zum Eindecken von Dächern gewesen.

Die hohen Kosten und die Brandanfälligkeit lässt Bauherren heutzutage von dem tollen Baustoff Abstand nehmen. Das Wohnklima unter so einen Dach ist prima, es dämmt zu allen Jahreszeiten ideal.

Die Räucherkate im Ratekauer Dorfmuseum hat natürlich so ein Dach.

Vom Anfang meiner Planung an, war mir klar, dass ich versuchen wollte, das auf meinem Modell nachzubilden.
Auf Messen hatte ich schon diverse Möglichkeiten der Realisierung kennengelernt. Leider fast nur bei größeren Spurweiten. Dort wurde der natürliche Baustoff durch Echtmaterial, Schwämme, Samt oder Grasmatte imitiert.
Mir schwebte immer eine Lösung mit Hilfe des Elektrostaten vor, nicht wissend, ob das ein brauchbares Ergebnis herbeiführen würde.

<- Die Schritte ergeben sich von selbst. Ich spanne das Blechdach in meinen Minischraubstock ein. Den kann ich in idealer Weise mit der Masse des Elektrostaten verbinden.

->
Die erste Dachfläche bestreiche ich mit Grünkleber.

So gehe ich jetzt auf allen Teilflächen vor. Allerdings warte ich immer ab, bis die vorherige Fläche getrocknet ist, damit beim nächsten Schritt nicht gleich wieder was zerstört wird.

Nach dem Durchtrocknen aller Dachflächen wird alles abgesaugt, und es bleiben nur ausgerichtete Fasern übrig. Im nächsten Arbeitsgang habe ich mit dem Luftpinsel vorsichtig Wasser über das Dach genebelt und nach kurzer Wartezeit mit einem weichen Rotmarderpinsel die Fasern nach unten gestrichen, um eine Ausrichtung nach unten zu erzwingen.

Das voll begraste Dach Probeweise moniert; Frontansicht. Es gefällt mir schon recht gut, und ich mag gar nicht weitermachen, aus Angst, das bisherige Ergebnis zu versauen. Dann noch ein Bild … … von hinten.
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Bei Reetdächern ist der Giebelbereich immer besonders ausgeführt. So wie ich das nachlesen konnte, wird dafür Heidegras verwendet, daher fällt er optisch immer recht stark auf. Um diesen Effekt zu realisieren, rasiere ich die beiden Giebelflächen mit dem Bartschneider und bringe einen anderen Fasertyp auf.
Mein Versuch, den Giebel mit dunkler Farbe hervorzuheben, fällt bei der Abnahme von meiner Frau durch.

Ich muss da also noch mal ran, bloß nicht verschlimmbessern. 😎
Mit dem Luftpinsel trage ich vorsichtig schrittweise einen hellen Grauton auf.
Das Ergebnis stellt mich absolut zufrieden.
Die dunkle Farbe, die ich vorher auf den Giebelbereich aufgebracht hatte, erweist sich jetzt sogar als Vorteil.

Bei all diesen Arbeiten am Dach war es ausgesprochen hilfreich, dass ich als Trägermaterial diese sehr stabile Messingblechunterkonstruktion hatte, die zudem noch die Arbeit mit dem Elektrostaten begünstigte.

Vom Sockel gehauen

Bei der Ausgestaltung der Vereinsmodule wollte ich nicht auf den Aufbau von Oberleitungsmasten verzichten.
Dafür Eigenbau-Masten zu verwenden, war mir zu aufwändig und zu riskant, da, wenn die Module in anderer Hand sind, damit nicht so rücksichtsvoll umgegangen wird, wie mit den eigenen Modulen.
Daher fand ich es hier sinnvoll, die Serienmasten von Märklin® zu verwenden.
Deren Nachteile liegen in meinen Augen, neben der Optik, in der Mastbefestigung, weil man die Metallzungen mit Mastaufnahme schon beim Verlegen der Gleise unterklipsen muss.
Der Vorteil der Serienmasten liegt in deren einfachen Verfügbarkeit, und den unkomplizierten Austausch, wenn z.B. ein Mast beschädigt ist.

Mir kam die Idee, für Serienmasten einen neuen Mastfuß anzufertigen, der eine nachträgliche Montage erlaubt.

Gefertigt aus Messing ist er stabil, und man kann ihn nach dem Verlegen der Gleise installieren. Das macht das Anbringen deutlich einfacher. Die Montage des Mastes geschieht, wie beim Original, durch das Einschieben in den Mastfuß.
Das Format habe ich so gewählt, dass es wie ein großes Betonfundament wirkt. Die Optik profitiert dann noch einmal, wenn man am Serienmast den Kunststoffschnipsel am hinteren Sockelende mit einem Klingenmesser sauber abtrennt.

Da wir im Verein ohne echten Oberleitungsbetrieb fahren, haben wir die Masten alle etwas höher gesetzt. Das ist mit der 4mm-Variante des Sockels möglich. Aber auch zum Ausgleich von verschieden Höhen am Gleisbett kann man ihn gut verwenden.

Außerdem bekommt man so die Möglichkeit, an Bettungsgleisen von Rokuhan® oder MIRCO-TRAINS® die Märklin Oberleitungsmasten einzusetzen.
Die 2mm-Version ermöglicht es auch an Peco®-Gleisen und an denen diverser Kleinserienhersteller die Märklin®-Masten zu platzieren.

Links die 2mm-Version zur direkten Montage auf der Anlagenplatte oder der Korkunterlage in Gleishöhe.

Rechts die 4mm-Version zur Montage unterhalb des Gleisniveaus im Schotterbett oder zur höheren Montage des Fahrdrahtes.

 

Diese kleine Innovation habe ich hier auch für andere verfügbar gemacht.

Fachwerk-haus

Nach dem Vorbild der Räucherkate im Ratekauer Dorfmuseum habe ich auch mein Modell gestaltet.

Vorerst hatte ich am Gebäude alles nur farblich dargestellt, auch das Holz des Fachwerkes.
Ich dachte, ich lasse es auf einen Versuch ankommen und teste an der Gebäudeseite, die am wenigsten zu sehen ist, mal das Einlegen von kleinen Holzstreifen an.

Hierfür verwendete ich Mikrofurnier, das ich auf einer Ausstellung in Chemnitz von den Sachsen bekommen hatte. Das Furnier ist so dünn, dass es auf Papier als Trägermaterial geklebt ist. Das habe ich natürlich entfernt, weil die Holzstreifen sonst zu dick gewesen wären.

Dann habe ich seeehr dünne Streifen geschnitten und in das Fachwerk eingepasst. Ganz so wie ein Intarsientischler das machen würde. Die erste Gebäudeseite hat mir auf Anhieb gut gefallen, sodass klar war, dass ich das ganze Häuschen so ausstatte. Das hat reichlich gedauert. Aber das Ergebnis zeigt, dass es sich gelohnt hat.

In vielen Einzelschritten wird das geschnittene Furnier in die Vertiefungen des Ätzbausatzes eingelegt.

Bei der Aufteilung der Balken im Fachwerk halte ich mich an das Vorbild.

So arbeite ich mich Fach für Fach an das Ende heran.
Es ist ein kleines Geduldsspiel, denn sauber arbeiten ist angesagt. Es darf kein Kleber auf die Ziegelflächen kommen.
Das finale Fach-Werk noch vor dem Färben der Holzeinlegearbeiten.
Auch wenn ich mir anfangs nicht sicher war, ob ich mich trauen sollte, die Gefache mit Echtholz auszulegen, so finde ich, es hat sich gelohnt.

Nun kann das Dach drauf, und die kleine Räucherkate ist fertig.

 

Räucherkate – Dorfmuseum

Für das markanteste Gebäude des hiesigen Ortes, die alte Kirche im Dorfkern, habe ich schon lange einen Baubericht veröffentlicht. Ebenso wichtig wie das alte Gotteshaus ist natürlich unser Dorfmuseum um die alte Räucherkate herum. Ursprünglich stand sie im Nachbarort, in Luschendorf. Der Zustand war völlig desolat. In mühevoller Arbeit wurde sie dort abgetragen und in Ratekau wieder aufgebaut. Ein absolutes Schmuckstück!

In Sachen Bauberichte verliere ich langsam den Überblick, was ich bereits veröffentlicht habe 🙂
Bei der Suche nach dem Baubericht für dieses Fachwerkgebäude ist mir erst aufgefallen, dass ich das noch gar nicht beschrieben habe 😯

Es wird also langsam Zeit dafür 😎


Im ersten Schritt habe ich das Gebäude von allen Seiten fotografiert und mit dem Lasermessgerät sorgfältig vermessen.

Alle Werte werden in ein Dokument eingetragen, das später für die Konstruktionszeichnung als Grundlage dient.
Auch die Gefache des Fachwerkes übernehme ich genau nach Vorbild.

 

 


Auf Basis dieser Daten habe ich die Konstruktionszeichnung erstellt, die später zum Ätzer gehen soll.

Um sicher zu gehen, dass alles korrekt ist, baue ich aus der Vorlage ein Papiermodell.
Das ermöglicht es mir, Fehler frühzeitig zu erkennen und zu beseitigen.
Passt alles, geht die Datei an den Dienstleister, und einige Wochen später halte ich das geätzte Blech in der Hand.


Spannend ist beim Zusammenbau dann immer die Frage, ob es tatsächlich alles so hinkommt, wie man sich das gedacht hat.
Das klärt sich beim ersten Biegen der Seitenwände recht schnell.
Erleichterung kommt auf, wenn das Bauwerk seine vorbestimmte Form annimmt.

 


Die Grundplatte mit den Seitenwänden war recht einfach.
Bei den Dachflächen stellt sich das anders dar. Die vielen Winkel und Anbauten sollen alle passen.
Das war bei der Konstruktion und später beim Zusammenbau recht aufwändig.

 


Zum Montieren des Daches hatte ich mir extra Bleche mit dem richtigen Winkel als Montagehilfe erstellt. Mit deren Hilfe bringe ich das Dach in Form.
Trotzdem gestaltete sich die Montage hakeliger als gedacht, und ich musste etwas improvisieren, aber am Ende passte alles, und es sieht gut aus.


Damit ich das Dach später gut am Gebäudekorpus befestigen kann, es aber trotzdem abnehmbar bleibt, entscheide ich mich bei der Befestigung für das Verschrauben. Dafür löte ich eine Mutter in das Dach.
Danach ist die Airbrush an der Reihe, und alle Teile bekommen ihre Grundfarbe. Ich liebe das Arbeiten mit dem Luftgriffel, es ist einfach, schnell und die Konturen setzen sich nicht zu.


Jetzt wird es fummelig.
Ich habe den kompletten Gebäudekorpus in der Farbe der Holzbalken des Fachwerkes lackiert. Die klebe ich nun alle sorgfältig ab und lackiere die Ziegel des Fachwerkes in einem passenden Farbton.
Ich bin an diesem Punkt noch nicht sicher, ob ich die Fachwerkbalken nur durch den anderen Farbton darstelle, oder später feines Furnier einsetze, um die Balken realistischer darzustellen.


Jetzt nur noch vorsichtig das Maskierband entfernen, die lackierten Fensterrahmen und Türen einsetzten und verglasen.

Fertig!

Beim Dach und dem Fachwerk muss ich mich noch entscheiden, ob ich versuche das Reet und die Holzbalken nachzubilden, oder es in diesem Zustand belasse.

Für das Dach habe ich die Idee, es mit dem Elektrostaten zu begrasen. Da die metallene Struktur absolut stabil und wasserfest ist, kann ich auch nichts kaputtmachen. Gelänge es nicht, könnte ich es in Wasser legen, und die Fasern später wieder ablösen …

 

Plattenvertrag

Alle Häuser haben inzwischen ihren Platz auf den Modulen gefunden.

Nun müssen sie noch mit Garagenauffahrten und Wegen an das Straßennetz angebunden werden.
Da nicht alle Wege und Auffahrten gleich aussehen sollen, muss ich mir überlegen, wie ich das abwechslungsreich gestalten kann.

Eine hervorragende Möglichkeit ist das Verlegen der Hugwa Gipsplatten.
Bezug über Peter Rogel -> Z-railways

Das sind maßstäbliche Gipsplättchen in verschiedenen Formen. Der Einbau benötigt etwas Übung, da die Plättchen so dünn sind, dass sie beim Greifen mit der Pinzette schon brechen können.

Auf diesen drei Bildern, kann man im unteren Bereich die Entstehung einer Pflasterung an der Straße mit Verbundpflaster und zu einer Garagenauffahrt mit Gehwegplatten sehen.
Ich habe hier auch schon erste Versuche der Alterung mit Pulverfarben begonnen.

Auf diesen Fotos werden gerade Gehwegplatten von der Straße bis zur Haustür verlegt.
Bis alle Teile eingeklebt sind dauert es ein wenig, ich nehme die Platten mit der feuchten Pinzettenspitze auf, dadurch verhindere ich ein Brechen der zarten Platten.
Auch beim Ausrichten muss man vorsichtig sein, dass sie nicht zerbrechen.

Hier bekommen die beiden Garagenauffahrten unterschiedliche Untergründe.
Links Verbundpflaster rechts sind es Rasengittersteine.

Der Gips nimmt Farbe gut an und kann nach dem Verlegen patiniert werden.

Nach dem Verkleben sind die Platten dann auch nicht mehr bruchempfindlich.

Viele Häuser, viele Möglichkeiten die Zugänge zu gestalten.
Hier sind es wieder Gehwegplatten aus Gips und aus Kunststoff Treppen für die Aufstiege im Hang.
Die weiße Treppe war einmal eine Kunststoff-Rastnase im Computer.
Ich habe einfach alles weggeschnitten was stört und nur die Treppenstufen übrig geblieben sind.

Beim Pferdeunterstand ist der Vorbereich mit Großen Betonplatten/Straßenplatten versiegelt worden.
Ganz so wie beim Vorbild.
Die Alterung bei so großen Teilen gestaltet sich etwas einfacher als bei den kleinen Plättchen.

Am Ende habe ich kein Platteneinerlei, sondern eine große Vielfalt an Pflasterbelägen auf meinen Modulen.
Für die großen Gehwegsbereiche habe ich Platten aus Kunststoff verwendet, die man schön zuschneiden und sauber flächig verlegen kann. Als Produkt habe ich hier Platten von Evergreen verwendet.

Auf dem letzten Bild, kann man am Endergebnis gut erkennen, dass eine Vielfalt an Belägen die Wirkung für den Betrachter steigert.

Der Aufwand ist natürlich deutlich höher, aber das Verlegen der kleinen Gipsplatten hat mir lange viel Spaß gemacht 😉

Mit den übrig gebliebenen Plättchen werde ich noch versuchen etwas Unordnung in den Gärten zu schaffen und sie dort in den “Müllecken” zu verstecken  …