CNC14 WS25 2020

Was mag hinter der kryptischen Titelzeile stecken?

Es ist sicher kein Geheimcode oder etwas, das man ohne Vorwissen enträtseln könnte.
Ich will es nicht allzu spannend machen.

Seit einiger Zeit habe ich die Make aus dem Heise Verlag im Abo. Es sind immer wieder interessante Artikel dabei, so auch in der April-Ausgabe 4/20.

Dort war ein Bericht über den Selbstbau einer CNC Fräse von Birgit Hellendahl abgedruckt.
Spannend, fand ich …
Das Ganze sollte im September als Workshop in Hamburg stattfinden. Cool, das war nicht weit weg.
Nach einigen Überlegungen und einem intensiven Mailwechsel mit Birgit, in dem sie geduldigst alle meine Fragen beantwortete, habe ich mich dann angemeldet.

Am Freitag den 18.09. haben wir uns morgens um 10:00Uhr in der Tischlerei Holst in Hamburg-Harburg zum CNC14 Workshop Nummer 25 getroffen. Eine Gruppe von 10 Männern und einer Frau wollten ihre eigene Fräse bauen.

Die meisten bastelten im Team, ich alleine. Es wurden sieben große CNC14 und eine kleine, das Dötzchen, gebaut.
Die Kleine war meine 🙂  Auch kleine Sachen können große Freude machen!

So richtig alleine war aber keiner, das Workshopteam kümmerte sich hervorragend um uns alle.

Birgit ist die Managerin und gute Seele für alle, sie war über alles im Bilde und hatte die Fäden in der Hand, aber auch die Hoheit über das ganze benötigte Material und Infos zu allem, was einem auf dem Herzen lag. Die Einweisung mit der benötigten freien Software gestaltete sie so, dass man zu Hause schnell erste Ergebnisse erzielen konnte.

Alois, der Holzwurm, half uns bei dem präzisen Ausrichten, Bauen, Verschrauben und dem Installieren der Nullpunkt-Kamera oder sonstigen Problemen.

Marian war der Mann der Elektronik. Ob Netzteile, Arduinos, Steuerungboards, Verdrahtung oder Endlagenschalter, er war stets im Thema und stand mit Rat und Tat zur Seite.


Am Freitag gab es erst einmal eine Vorstellungsrunde, und wir bekamen anschließend das gesamte Material, eine Anleitung und einen Arbeitsplatz zugeteilt.
Ich war doch etwas aufgeregt, da ich von allem NULL Ahnung hatte.

Mein Arbeitsplatz und das Material …

… Vorbereitungen vor dem Zusammenbau …

… Alois erklärt und zeigt …

… das Ausrichten der Linear-Schienen mittels Lehren.

Das Ergebnis am Ende des ersten Tages …

… kann sich schon sehen lassen.


Am Samstag wurden alle Fräsen so gut wie fertig gebastelt.

Marian demonstriert die Montage der Antriebsriemen …

… den Einbau der elektrischen Komponenten …

… das Verbinden des Dötzchens mit dem Rechner …

…das erste Lebenszeichen, ein Alarm 🙂

Marian zeigt die Handhabung und erste Gehversuche mit dem Gesamtsystem

Begriffe wie CAD, CAM, Eurohalsaufnahme, Z-Achse, Homing, Nullpunkte, Referenzfahrt, Nema23 Schrittmotoren, GRBL, G-Code, Rampamuffen und Opferplatte wurden mit Leben erfüllt und ergaben nun einen Sinn für uns.


Sonntag dann die Abschlussarbeiten und die Einweisung in die Software.

Birgit vor der Gruppe beim Erklären von Hardwarekomponenten wie Spindeln und Fräser.

Der Schulungsraum

Birgit erklärte einiges zu Fräsern und Fräsmotoren.
Wer wollte, konnte sich benötigte Zubehörteile mitnehmen, die Abrechnung erfolgte später direkt über den jeweiligen Anbieter.

Im “Seminarraum” nahm Marian an der Großbildleinwand die Erklärung diverser Komponenten der Fräse, Einstellungen und Erweiterungsmöglichkeiten vor.
Birgit gab Erläuterungen zu den Unterschieden von 2D zu 2,5D und 3D. Im Anschluss stellte sie diverse Softwarepakete für CAD, CAM und die Maschinensteuerung vor. Ganz wichtig: die Einweisung und Demonstration der Software. Hier konnte man am Laptop die Arbeitsschritte direkt nachvollziehen und auftretende Fragen sofort stellen. Davon gab es reichlich 😎

Werner und Felix lassen die Fräse über ihr Werkstück tanzen. Sie brachten schon Erfahrungen mit.

Ein Team der fortgeschrittenen Fräsennutzer, Vater und Sohn, hatten sich eine Datei zum Austesten der Fräse mitgebracht und machten sofort einen ersten Probelauf. Ich stand mit großen Augen dabei und konnte mir nicht vorstellen, dass ich das so schnell auch mal hinbekommen würde …

Nach und nach wurden die Fräsen in die Autos verladen und die Workshopteilnehmer traten ihren Heimweg an, der sie teilweise bis nach Süd-Hessen führte …

 

Wer sich angesprochen fühlt, und mehr Infos zu den Workshops haben möchte, findet die auf der Seite von Birgit Hellendahl: https://cnc14.de/

 

Zum Schluss noch einen großen Dank an die Gastgeber in Hamburg-Harburg, das Ehepaar Annet und Kai Holst!!!

Vom Apfel bis zum Kuchen, Von der Selter bis zum Kaffee, vom Grill bis zum Fleisch, wir wurden wirklich perfekt versorgt! Ich habe mich sehr wohl gefühlt und werde euch bestimmt beim nächsten Workshop im April 2021 besuchen!

 

Fazit: Es war die richtige Entscheidung für mich, an dem Workshop teilzunehmen. Die kleine Fräse ist meine Freundin geworden, und wir haben viel Spaß zusammen. Dass ich selbst so schnell sichtbare Erfolge vorweisen kann, hätte ich nicht gedacht. Einiges werde ich sicher in einer meiner nächsten Beiträge präsentieren.

Ein Kommentar:

  1. Moin Otti,

    das ist ja ein interessantes und tolles Projekt, diese Fräse.
    Mich würde mal interessieren, mit welche Genauigkeit man damit arbeiten kann,
    welche Werkstoffe können bearbeitet werden und wie groß ist dein Dötzchen?

    Ach ja, und zu guter Letzt, was kostet der Spaß, so ungefähr?

    Antwort von Otti:
    Hallo Peter,

    viele Fragen 🙂
    Die Genauigkeit hängt einzig von deinen Zeichnungen ab.
    Werkstoffe -> Holz, Kunststoffe dann mit Vorsicht weiche Metalle wie Alu oder Messing
    Größe: Ihr Außenmaß beträgt 900mm x 510mm x 450 mm
    Die Kosten findest du hier: https://cnc14.de/workshops/informationen/kosten-und-rabatte

    Ich werde mit Sicherheit im nächsten Jahr über irgendwelche Fräsarbeiten berichten und Bilder dazu zeigen.

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