Wasserturm

Aufbau des Krüger Modells „Wasserturm“

Das es den Turm von Krüger gab war mir lange bekannt.
Aber der hohe Preis und die Tatsache, dass das Teil so filigran war, hatten mich lange von dem Kauf abgehalten. Aber es kam der Tag an dem ich nicht umhinkonnte…. es war in Sinsheim 2002.
Herr Krüger konnte einen demolierten Turm als Modell zeigen. Es reizte mich absolut so ein schönes Teil (natürlich intakt:) auf der Anlage zu haben.
Also griff ich zu. Die fertige Variante kam gar nicht in Frage. Vieeel zu teuer und ich empfand es als unsportlich so ein fertiges Ding auf mein Diorama zu stellen.

Ich war mir sicher, dass ich den Bausatz laaaaange liegen lassen würde bis ich mich rantraute.
Aber es kam anders. Eine Woche Später bastelte ich los. Nach ca 7 Tagen war er komplett fertig. Und es hat super viel Spaß gemacht.

Ich will hier jetzt den Aufbauvorgang schildern, um vielleicht dem einen oder Anderen Lust auf den Bausatz zumachen und die Scheu zu nehmen.

 

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Der Lieferumfang besteht aus einer sehr großen Neusilber- Ätz-Platine,
einer weißen Kunststoffkugel, einem Messingteil für das Häuschen auf der Kugel,
einer runden Holzmontageplatte,
einer brünierten Messingstange einer Beschreibung und einer Teileliste mit Foto.

Zuerst werden die 6 Seitenteile zusammengefügt.
War ich am Anfang noch der Meinung, es kann gar nicht alles zusammenpassen, wurde ich schnell eines Besseren belehrt.
Die Teile sind so präzise gefertigt, dass das Zusammenfügen kein Problem ist.

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Damit die Seitenteile richtig ausgerichtet verlötet werden können liegt eine Montagelehre bei.

Das ist ein Stern den man über die Teile stülpt und der somit für die richtige Lage sorgt.
Eine pfiffige Lösung.

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Das Gestell wird nun punktuell verlötet damit es nicht auseinander fällt,
wenn die Seitenstreben montiert werden.
Man mag es kaum glauben, aber die Streben passten alle auf Anhieb
mit den Befestigungszapfen in die Lötlöcher des Gestells.

Bevor alles komplett verlötet wird kommt zuerst das oberste Geschoss in den Rahmen,
damit die Form der Bauteile bestehen bleibt. Der Wandelgang gibt dem Ganzen von außen Halt.
Dann kann das ganze ordentlich verlötet werden. Nun hat man die Seiten fertig und die Zwischenböden werden vorbereitet.
D.h. Geländer biegen und verlöten, und die Ebenen nach Anleitung vorbiegen.
Das ist jetzt der fummeligste Teil.
Die Zwischenebenen müssen in den Turm eingefädelt werden.
Hierfür benötigt man eine ruhige Hand und einen guten Blick, um durch die ganzen Streben hindurch nicht mit den Teilen durcheinander zu kommen.

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Dann wird das Häuschen vorgebogen und verlötet.

Häuschen auf das Fallrohr ziehen und die Bodenplatte provisorisch vormontieren.

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Den Turm vorsichtig darüber schieben um zu sehen, ob alles passt und man sauber gearbeitet hat.
Das ist ein spannender Moment.
Bei mir ging es auf Anhieb.

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Mit der Kugel als Wassertanks obendrauf hat man zum ersten Mal den Eindruck wie das eigene Kunstwerk aussehen wird…

Fast schmerzhaft ist der Vorgang alles wieder auseinander zu bauen.
Aber die Teile müssen ja noch in die Lackiererei.
Ich habe den Farbauftrag mit der Airbrush erledigt.
Dadurch werden keine Details zulackiert und die feinen Prägungen bleiben sichtbar.

So sieht das gute Stück aus wenn alles lackiert und zusammengebaut ist.
Da ist man doch ein wenig stolz.
Hier ist er noch nicht gealtert.

Kann der eigene Turm den Vergleich mit der Vorlage stand halten ???
Er kann !!!
Hier sind erste Alterungsspuren am Geländer zu sehen.
Das fertige nun in mein Diorama integrierte Modell ist stark gealtert und ist mein ganzer Stolz.

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