BW-Oberleitung

Abschluss

06.05.2007

Das Ende meiner UnZufriendenheit.
Lange geplant, aber aus Gründen der Empfindlichkeit ganz nach hinten gestellt.
Die Umrüstung der Oberleitung von Märklin auf Selbstbau.

Auf einer Messe in HH, auf dem Stand des Freundeskreises der Spur Z, machte ich den Standdienst, wo mich ein Zettler anspricht und einige selbst gelötete Oberleitungsteile aus der Tasche zieht. Ich bin fast von meinem Hocker gefallen.
Bis Dato hatte ich in diesem Maßstab so etwas noch nicht gesehen, geschweige denn in Erwägung gezogen. Aber es sah geil aus, sehr filigran und gar nicht verbogen, was ich eigentlich erwartet hätte.

Der Wunsch so etwas selber zu bauen war erwacht 🙂

 Ein Vorbildfoto und das "M-Teil" begleiten diese Bastelphase

Bau des Quertragwerks

Ich muss irgendwann darüber in einem Forum phantasiert haben, denn aufgrund eines Tips habe ich mir schon mal Draht zugelegt.
Der Tipp kam von Herrn Becker.
Bei Fohrmann gibt es Feder-Bronzedraht in 0,3mm „Dicke“ auf einer 3m Spule.
Best Nr.: 671003
Den hatte ich daher nun schon rumliegen, und die Länge sollte für das Bisschen Oberleitung schon reichen dachte ich.
Tat sie aber nicht…

Oberleitungselement

Das Umsetzen war deutlich einfacher als ich dachte.
Am Anfang steht das Abnehmen der Maße von den M Sachen.
Das dann auf ein Brett übertragen, weil man zum Spannen Drahtstifte benötigt, an die man die zukünftige Oberleitung dann spannen kann.

Bei meinem ersten Stück habe ich dann noch den Fehler gemacht, den Ober- und den Unterdraht zu spannen. Das ist natürlich Blödsinn, da der Oberdraht nicht geradlinig verläuft.
Inzwischen dauert das Erstellen eines Oberleitungsstücks inklusive Lackierung keine 20 Minuten mehr. Alles Übungssache.
Ich spanne den Unterdraht, den Oberzug befestige ich nur an einer Seite und erstelle dann die Abspannungen. Die Abstände und Längen habe ich von den M Vorbildern. Ich legen den Oberdraht so, bis ein Hänger kommt und löte diese an. Anfangs hatte ich die zu lötenden Stellen vorverzinnt ohne extra
Lötfett zu verwenden, aber das reicht nicht.

3 Segmente in einem Stück

Nun mache ich es so, dass ich die Lötstellen mit Lötfett bestreiche und dann dann den Abspanndraht verlöte. Das ist deutlich stabiler als die erste Methode und geht viel schneller da ich auf das Vorverzinnen verzichte.
Wenn alles verlötet ist muss der Fahrdraht abgeschliffen werden
damit der Pantograph nicht hängen bleibt.
Dann bekommen die Teile schwarze Farbe, fertig (Vorher wird in der Spüle das Lötfett beseitigt).
Die Enden die bei M die Ösen zur Aufnahme der Turmmasten oder Quertragwerke habe bekommen bei mir keinen Steg.

Längere Stücke löte ich auch am Stück und setzte sie nicht wie bei M, aus mehren Einzelteilen zusammen.
Der Bereich der dann über die Masten kommt kann dann genau so wie die Originalteile Eingehängt werden.

Einlöten der Querstege (Hänger)

Ein unterschied besteht allerdings, die der Fahrdraht geht unter dem unteren Haltearm hindurch weil der Pantograph nicht hängen bleiben soll. Es lässt sich Dank des Fehlenden Stegs an dieser Stelle wunderbar positionieren und hält auch gut.
Das ganzen ich erstaunlich stabil. Meine Vorstellung war die, das wenn man da einmal reinlangt alles hinüber ist. Zum Glück ist das nicht der Fall. Die Oberleitung sieht nun wunderbar filigran aus.

Bilder von der montierten Oberleitung werde ich natürlich noch nachreichen.

06.05.2007

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