BW-Brücke

Brückenschlag

In der Anfangszeit beim „Freundeskreis der Spur Z Hamburg“ hatte ich auf den Messen immer meinen eigenen Platz mit meinen Diorama-Segmenten.
Das war zwar ganz nett, auf Dauer aber anstrengend da ich für meine Segmente allein verantwortlich war und nicht an dem Geschehen an der Modulanlage der Anderen teilnehmen konnte.
Was tun …
So schnell ist ein neuen Modul nicht mal eben aufgebaut. Was liegt als näher, als das vorhandene BW in die bestehenden Module einzubinden.
Da das BW keine Durchgangsgleise hat, konnte ich es nicht einfach durch einen Adapter Modulfähig gestalten. Aber bei der IG-Z habe ich mir was abgeschaut. Vor langer Zeit, in Göppingen hatten sie einen Bahnhof, den sie über eine Brücke überquerten. Auf dem Bahnhof selber fand kein Betrieb statt, dafür war er super detailliert aufgebaut. Gute Idee. So wollte ich das auch machen. Also nur eine Brücke bauen, zwei Modulplatten mit dem BW verbinden fertig.

Ich ging es wie folgt an:
Die Brücke sollte etwas besonderes werden, somit entschied ich mich für eine Schrägseilbrücke. Vorbild ein wenig die Hamburger Köhlbrandbrücke und die neue Rügenbrücke. Allerdings, ich gestehe, ich habe keine Schrägseilbrücke mit Bahngleisen als Vorbild finden können. Evtl. gibt es das nicht.
Egal, die Optik war es mir wert. Jetzt musste ich mich nur noch entscheiden wie ich die Seile spannte, damit die Optik passt. Dafür erstellte ich am Rechner einige Variationen in Originalgröße, damit ich es mir besser vorstellen konnte.

Bruecke

Rohbau

Der Unterbau der Bücke ist aus Holz. Genau wie die Pylone.
Die Pylone aus Holz zu bauen erwies sich als Fehler. Ich wollte mir dir Arbeit sparen
sie aus Polystyrol zu basteln. Holz lässt sich gut verarbeiten hat aber auch so seine Nachteile.
Ein Nachteil ist die Maserung, es war extrem aufwändig es hinzubekommen, dass
keine Maserung mehr zu erkennen war. Ich kann gar nicht sagen, wie oft ich die Hölzer mit Schnellschleifgrund gestrichen und dann geschliffen habe, bis es eine absolut glatte Oberfläche ergeben hat.
Mit Polystyrol wäre ich schneller gewesen. Auch ein Problem der Maserung ist das
Ablenken der Bohrer beim Anlegen der Löcher, die Maserung hat trotz des
Bohrständers dafür gesorgt, dass die Bohrlöcher auf der Austrittsseite immer die
Symmetrielinie verlassen haben.

 

 

Lochbohrungen für Seilaufnahme

Also wieder spachteln und dann erneut bohren, bis es passt.

Damit noch nicht genug, die Hölzer haben sich inzwischen noch leicht gedreht.

Holz nehme ich für einen derartige Arbeit also nie wieder.

Als Seil-Verspannung habe ich lange überlegt was ich da für ein Material
verwende.
Draht, Faden oder Gummiband.

– Draht, lässt sich gut basteln ist aber auf der Messe ein Problem,
wenn da jemand reinlangt ist alles verbogen, geht also nicht.

– Faden, Problem, wie bekomme ich den Stamm

– Gummiband, Problem, wird porös und löst sich auf

Verspannung mit den Seilen

Ich habe mich für ein mit Faden umwickeltes Gummiband entschieden.

Vorteil, der Faden ist schwarz muss also nicht eingefärbt werden und
sieht daher besser aus.
Außerdem schützt der Faden das Gummi vor Licht,
dass dann das Gummiband porös werden lässt.

Die Gummibänder habe ich in Gleishöhe an einer speziell gefertigten Aufnahme „angenäht“.

Für die Seilmontage

 

 

 

 

 

 

 

Durchblick, linke Seite mit Seilen

So steht die Brücke nun seit einigen Jahren und der Gummifaden sieht noch gut aus.
Ich hoffe, das bleibt noch lange so.

Das Betriebswerk liegt in einem „Graben“ und die Brücke führt darüber.
Auf diversen Messen hat das Ensemble so problemlos in der Modulanlage
funktioniert.
Ok, das ist nicht erstaunlich, die Brücke hatte gerade mal eine Spannweite von
40 cm, breiter ist das Modul nicht.

 

 

 

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Auf der Messe in Betrieb

 

Foto oben und unten Diederich Magnussen

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BW im Modulverbund

 

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Nahaufnahme

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