Bhf Bau 1

Auf dem Strich

Nachdem im Frühjahr 2009 die Kälteperiode den Norden verlassen hat, ging es in
Bad Ottingen weiter. Alle Gleise sind eingeschottert. Nach ausgiebigen
Vorbildstudien haben sich auch hier Änderungen in meiner Ausgestaltung ergeben.
Es sind wirklich nur die Gleise eingeschottert, die Bereiche zwischen 2 Gleisen
werden mit Sand verfüllt. Eigentlich wollte ich alles durchschottern, das wäre
auch schön einfach gewesen. Das mache ich in den noch fertig zu stellenden 
Außenbereichen nun nicht. Es wird in den Gleiszwischenräumen Sand liegen.



Bahnsteiglinie
Bei den Bahnsteigen wollte 
ich was Neues probieren. 
Da ich den Zeitraum um
die Epoche Vier/Fünf darstelle, 
sollen die Bahnsteige die 
Riffelfliesen, am Rand, 
für die Orientierung 
Sehbehinderter bekommen. 
Dafür habe ich im ersten 
Arbeitsgang die Bahnsteige 
weiß lackiert, dann einen 
hauchdünnen Streifen am 
Rand abgeklebt, um im 
Anschluss mit Grau die
Wunschfarbe mit dem
Spritzgriffel aufbringen  zu
können. Nach dem Abziehen
des Klebestreifens entsteht
dann die hauchdünne weiße Linie. Die ersten Versuche sind nicht gleich gelungen, 
das Klebeband wurde weggeblasen, und war auch nicht gerade genug geklebt. Aber Übung macht
auch hier den Meister. Mit dem Endergebnis bin ich zufrieden. Meiner Meinung nach
macht es die Bahnsteige auch weniger trist, da das Auge einfach mehr findet und
nicht nur durch graue Flächen gelangweilt wird. Den Gekehlten Bereich am
Gleisbett habe ich mit dem Spritzgriffel geschmuddelt, da hier
der Schmutz von den Zügen hoch gewirbelt wird. Die Oberflächen werde ich am Schluss
mit Pulverfarben individuell altern.

Obdachlos

Eine Aufgabe die ich lange vor mir hergeschoben habe, ist der Bereich direkt vor
dem  Gebäude.  Hier  soll  eine  Bahnhofshalle  entstehen,  wie  sie  bei vielen
mittelgroßen Städten, z.B. Lübeck, vorhanden ist. Die Bausätze von Faller bieten
eine  gute  Ausgangslage.  Aus  Sechs  dieser Hallendächer soll eine große Halle
entstehen. Anfangs dachte ich an Neun, aber der  Einwand  meiner  Freundin,  das
dann  ein  zu  großer Bereich unter dem großen Dach verschwinden würde, hat mich
überzeugt. Wie soll ich jetzt die Hallendächer verbinden, dass sie eine  Einheit
ergeben?  Sie  müssen  auf  Messen  abnehmbar  sein,  um nach größeren Havarien,
aufgrund meiner Geschwätzigkeit, dass Rollmaterial entfernen zu können.

Messingstaenderung

Da ich die Hallen ausreichend
beleuchten will, muss ich mir
bei der Unterkonstruktion auch
schon Gedanken um den Aufbau
der Beleuchtung machen. Gelöst
habe ich das mit das mit
Messingprofilen, die ich
teilweise verlötet habe.
Vorteil stabil und trotzdem
nicht zu schwer. Die Stützen
für die Dachkonstruktion sind
2mm dicke Rundprofile, in die
die Zapfen der aufliegenden
Rechteckprofile gesteckt
werden. Zwischen die
Rundprofile wollte ich feine
Drähte mit angelöteten SMD
LEDs spannen. Leider sieht das zu unsauber
aus, da sich die Drähte durch die Hitze verziehen. 
Dann ist da auch noch das Problem Mensch. 
Wenn Rollmaterial abgehoben werden soll, wäre eine Zerstörung der
LED Abspannung durch dicke Finger sehr wahrscheinlich.
Deswegen habe  ich  die  LED  Abspannung  zurückgebaut und durch eine Leistenkonstruktion
ersetzt. Das sieht sauberer aus, zudem ist  die  Beleuchtung  direkt  unter  den
Stößen  der Dachmodule, da passt ein Dicker Träger an dieser Stelle sehr gut. Das
Beleuchtungsbild durch die vielen weißen LEDs  über  den  Bahnsteigen  sieht
schön  aus.  So  richtig  doof  war  der  Umbau  von  den  abgespannten LEDs per
Seilmontage auf die Trägerlösung nicht, da ich die fertigen
Beleuchtungseinheiten einfach darunter kleben konnte.  

Dachbeleuchtung





Gut kann man hier meine beiden
Lösungen für die
Bahnsteigbeleuchtung
sehen.Vorne nur der Draht
mit den LEDs, dahinter die
Polystyrolstreifen, unter die
ich die LEDs geklebt habe.

 

 

 

DachverbindungViel Arbeit war noch das Kaschieren der Tonnendach-
verbindungen.
Faller legt für den Fall, dass man die Dächer in Reihe 
verbindet leider keine Blenden für Dachabschlüsse bei. 
Ich habe sie aus daher alle einzeln angepasst mit 
Sekundenkleber aufgefüllt, geschliffen und dann lackiert.
Insgesamt bin ich von der Qualität der Bausätze auch 
nicht gerade begeistert. Etliche Leisten sind gespritzt 
und sehr wellig. 
Besser wäre es gewesen fertige Leisten beizulegen.
Ich habe diverse Teile so ersetzt.
Auch die Höhe der Dächer bei den Außenbahnsteigen 
ist schlecht gewählt, E-Loks stoßen mit ihren Pantografen 
dagegen, wenn diese eingeklappt sind. Daher habe ich die 
Bahnsteigdächer gesockelt, damit die Pantografen ein- 
und ausgeklappt daran vorbei passen. 
Auf dem Bild unten gut sehen. 
Die Sockel sind noch nicht verklebt, damit ich weiter 
vernünftig an den Bahnsteigen arbeiten kann.

14.12.09

Bahnsteig

 

 

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