Containerhafen Bau 2

Für die Zaunanlagen verwendete ich den Maschendrahtzaun von Helmut Küpper, der wie in der Realität große Rollen davon verkauft.
Somit kommt man auch für große Zaunanlagen gut damit zurecht.

Viel Eigenarbeit steckt in dem Schrottplatz. Die Außenmauern wurden durch zurecht gesägte Polystyrolstreifen die grau lackiert wurden dargestellt. Der große Schrottberg hat einen Aluminium-Unterköper, den ich vor dem Bekleben rostbraun färbte.
Als erste Schicht klebte ich Sägespäne darauf, die wiederum rostbraun eingefärbt wurden. Dann kam der mühsamste Teil. Das Aufkleben der ganzen Schrottpartikel. Dafür allein habe ich einen ganzen Tag benötigt. Alle Teile habe ich mit einer Pinzette auf dem Haufen positioniert und mit einem Tropfen Kleber fixiert. Damit der Schrotthaufen nicht fabrikneu erscheint, habe ich ihn mit mattem Lack überzogen. Auf der anderen Gleisseite liegt Metallschrott sortiert. Dem Vorbild abgeschaut: Drehgestelle, Rohre, Träger und mit Trenn-Schweiß-Geräten  herausgeschnittenen Metallplatten.

Der ganze Schrottplatz ist allerdings wesentlich kleiner als das Original.

 

Auf die vorgeformte Alufolie kommen im Anschluss die extra hierfür hergestellten Sägespäne
Gut zu sehen, die Folie ist rostbraun, später werden die Späne ebenfalls eingefärbt
Nun wird in einer langen Puzzlearbeit Stück für Stück der „Schrott“ aufgeklebt. hier ist das Ergebnis in der Übersicht, links liegt der sortierte Metallschrott.

Nicht vergessen will ich hier die Beschreibung der Entstehung der Kaianlagen. Es gibt auch hier fertige Lösungen für die Spur Z von
Artitec. Ich habe mich aber dazu entschieden, die Spundwände selber zu machen. Die Idee ist simpel, die Umsetzung allerdings nicht ganz so. Ich habe mit einer Stichsäge Rillen in eine Holzleiste gesägt. Damit die Rillenabstände immer identisch sind, habe ich auf dem Amiga (PC) eine Sägevorlage erstellt. Im Prinzip nicht mehr als eine gestrichelte Linie. Dadurch ist beim Sägen die Gewähr da, dass die Abstände immer gleich sind. Anschließend alles farblich so behandeln, dass ein rostiger Anblick entsteht. Die Betonmauern sind aus Gips entstanden. Die Poller oben auf der Kaimauer sind kurze dort eingesetzte Drahtstücke.

Mit der Stichsäge am Sägetisch

gut zu sehen ist die aufgeklebte Strichellinie

Die Kaimauer fertig gestellt

Vor dem Wasser hatte ich am meisten Angst. Deshalb gingen hier diverse Versuche voraus. Als Ausgangsprodukt habe ich mich für das Modellwasser von Noch entschieden. Kunstharz hat die Angewohnheit nach langer Zeit Risse an den Rändern zu bilden. Das Modellwasser bleibt dauerelastisch. Der Bodengrund muss farblich
im Prinzip so vorbehandelt werden, wie das Ergebnis aussehen soll. Im Hafen also eine trübe dunkle Brühe. Um die Trübung zu erreichen, habe ich dem Modellwasser etwas braune „Window Color“® Farbe beigemischt. Allerdings nur in einer Lage. Die anderen sind klar. Somit entsteht der Eindruck zunehmender Trübung durch die Tiefe des Wassers.Würde ich heute erneut eine Wasserfläche darstellen müssen, so
fände das Modellwasser von Noch® keine Verwendung.Mit dem Vorteil der einfachen Erstellung kauft man sich diverse
Nachteile ein, wie z.B.:

– Es ist zwar dauerelastisch, was dazu führt, dass es keine Rissbildung gibt. Aber es ist so dauerelastisch, dass mir das Modell der Barkasse, es ist ein Wasserlinienmodell, während der kurzen Liegezeit für einige Fotos (ca 30 Min) derart auf der Wasseroberfläche festklebte, dass ein zerstörungsfreies Abheben des Modells fast nicht mehr möglich war. Ich habe die Barkasse nun auf folgende Weise vor dem Untergang gesichert.

– Um das Segment vor Verstaubung zu schützen, habe ich es, wenn ich nicht daran arbeite oder damit spiele, mit einer Plastikfolie geschützt.
Diese Folie ist wohl im Laufe der Zeit verrutscht und lag teilweise auf der Wasseroberfläche. Selbst diese leichte Kunststofffolie hat nach längerer Zeit ein Muster von sich in die Wasseroberfläche gedrückt.

– Es macht zudem den Anschein, dass selbst größere Schmutzpartikel eine Verbindung mit der Oberfläche eingehen und somit nicht entfernt werden können…

Das sind alles Erfahrungen, die dazu führen, dass ich nicht so sehr von dem Material überzeugt bin.Als unerfahrener „Wasserbauer“ ist es sehr mühselig und äußerst kostspielig, mit den verschiedenen am Markt befindlichen Materialien zu experimentieren, und ihre Eigenschaften zu studieren.Wer sich vorher gut informieren möchte, dem sei die

Modellbahn Schule
Nr. 10
Betriebsspuren
aus dem MEB Verlag Gmbh
empfohlen.

 

Damit sie nicht nach einem halben Jahr wie ein abgesoffenes Wrack erscheint, habe ich 2 Nägel unterhalb der Barkasse eingesetzt . Auf den Nagelköpfen ruht das kleine Modellschiffchen nun und ist vor dem Untergehen sicher.

Dort werden die ganzen Wassertypen der verschiedenen Hersteller vorgestellt, so dass man sich als Anwender das mühsame und teure Experimentieren zum Teil ersparen kann.
Hätte ich das Heft doch bloß früher in der Hand gehabt…

Die anderen Hefte seien dem ambitionierten Bastler übrigens auch ans Herz gelegt. Es ist eine Freude, darin zu stöbern, und erspart einem das mühselige 2te Erfinden des Rades.

 

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