2005 Hamburg

HAMBURG
Modellbauwelt vom 14. – 16. Oktober 2005

 

Von Freitag dem 14. Oktober bis Sonntag dem 16. war in Hamburg wieder Messezeit.
Der Freundeskreis der Spur Z war, wie bislang in jedem Jahr, mit einer großen Modulanlage dabei.
Auf 50m² wurde rangiert, gefahren, geklönt und gebastelt. Da keine interessanten Hersteller mit Neuigkeiten auf der Messe zugegen waren, wird das auch nur ein Bericht über unseren Standalltag und kein Messerundgang.

Aufgebaut wurde wieder von Mittwoch bis Donnerstag.

Unsere Module wurden in Form eines großen Us aufgebaut. Neben der Modulanlage war dann die Kreativecke. Sie bestand aus 2 Vitrinen und 2 Basteltischen. An allen 3 Tagen wurde hier Modellbau live vorgestellt.

Kai war alle drei Tage fleißig, Peter an zwei Tagen und Svenja ausschließlich am Freitag.

Kai und Svenja haben an Modellen für das Modul „Müsum“ gearbeitet, an dem Kai zur Zeit arbeitet. Und zwar nach Vorbildfotos, die am Computer bearbeitet wurden, so dass die Proportionen der Fenster und Türen und Fassaden auf 1/220 runter gerechnet werden konnten. Gut vorbereitet feilten die beiden dann an den Häuserfronten herum.

Kai bei der Arbeit Svenja ist auch fleißig Kai am Sonntag, leicht erschöpft
Auf den obigen Fotos ist gut die Freude bei der Arbeit zu erkennen.

 

Bei Peter war das nicht anders 😉 , allerdings ist so eine Messe auch anstrengend, und es ist wichtig, ausgeruht ans Werk zu gehen. Also einige Entspannungsübungen vorweg und schon kann es losgehen. Ziel seiner Aufmerksamkeit ist sein Containerterminal, das vor drei Jahren schon einmal auf einer Messe beim Bauen präsentiert wurde. Inzwischen ist es schon so gut wie fertig. Aber es wurden noch reichlich Detaillierungen angebracht.
Zur Erinnerung: In dieses Diorama hat er diverses Material aus dem Müll eingebaut, um den Besuchern zu demonstrieren, dass nicht immer alles teuer sein muss.

 

Auf Kais Basteltisch fand außerdem eine Fantasie-Anlage von mir Platz. Ich hatte leider keine Bratpfanne zur Hand ;-), deshalb entschied ich mich für eine ausgeräumte runde Neonlampe. Einige Zettler bekommen schon Pusteln wegen der „Vergewaltigungen“, die sich unsere Kleinste gefallen lassen muss :-). Ich konnte es trotzdem nicht lassen.

Da ich schon zwei Dioramen in alten Leuchtmitteln umgesetzt hatte, war irgendwann mal der Wunsch da, in so einem Ding auch zu fahren. Dazu war also eine runde Röhre nötig. Da es so etwas gibt, war eine Realisation auch nicht so superschwer.

Schwieriger war es für mich, das Ganze in ein Thema zu bringen. Ich habe mich für das Weltall entschieden. Der Arbeitstitel lautete:

Per Anhalterbahnhof durch die Galaxis

Auf dem großen Bild kann man wohl ganz gut erkennen, wie ich das umgesetzt habe. Die Röhre ist mit Space-igen Halterungen auf einer sehr stabilen Grundplatte befestigt. Der Hintergrund besteht aus einem gebrushten Holzbrett ebenfalls im Space-Design.

 

Neben den beiden Tischen hatten wir zwei Vitrinen, in denen wir allerlei Kleinigkeiten um unsere Spur ausstellten. Das Highlight war sicher der Wasserkran von Ralf, der auf Knopfdruck in einer Vierteldrehung zu dem Wasserkasten der Lok hin drehte. Der Kran selber ist komplett mit Resten aus der Bastelkiste entstanden. Den Antrieb hat Ralf mit einem Vissmann Motor von den Signalen realisiert.
Das Ergebnis hat einige der Messebesucher schier verblüfft. Wobei 😀 … an das kleine Funktionsmodell hatte er ein kleines Schildchen geheftet mit folgendem Text: „und er dreht sich“
fragt doch ein Besucher „warum dreht sich denn die Lok nicht?“
oder: „Können Sie das bitte einmal betätigen…“„ Aber das machen wir doch die ganze Zeit…“„Ja, wie soll man das auch erkennen können“.Auch sonst konnten sich die Betrachter an diversen Nettigkeiten in den Vitrinen erfreuen.
Eine besonders nette Geschichte ereignete sich am Sonntag kurz vor Schluss. Ein älterer Herr, um nicht zu sagen, ein altes Männchen, sprach mich wegen des Krans an. Er hatte einen besonderen Bezug dazu. Er hat früher nämlich bei der Bahn gearbeitet. Einer seiner Jobs war, die Lampe oben auf dem Wasserkran anzuzünden. Weil es mühsam war, immer die Carbitlampe oben anzuzünden, ließen er und sein Kollege sie einfach an, und füllten nur den Behälter auf, der das Gas bereitstellte. Irgendwann hat sein Chef die Leiter, weil er sie benötigte, weggenommen und weiter weg an einen Zaun gestellt. Weil sie von nun an immer da stehen blieb, kam man ihnen auf die Schliche. Das gab dann Ärger.
Auf diesem Bild sind Wolfgang und Heidi zu sehen. Wolfgang bekam am Samstag von uns den Spitznamen Hauptschalter verpasst.:-)
Der Grund dafür war, dass er alle Zugfreigaben von seinem Platz aus gab.
Wenn man nicht aufpasste, streckte er seinen langen Arm aus und nahm, von einem von einer anderen Person besetzten Arbeitsplatz, Zugfreigaben vor. Alle unsere Proteste waren nutzlos :-D.
Man musste schon seine Hände schützend über das Schaltpult legen, um ihn davon abzubringen.

 

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Blick über die Köpfe der Besucher auf unser Wendemodul. Zu sehen sind Uwe und Thomas Z.. Kai, beim tapferen Dauerbasteln, und Ralf haben Spaß. Siegfried, Peter, Thomas S..
Blick von hinten über den Stand. Thomas W. am Wendemodul kurz vor seinen Modulen. Blick über alle Module, Sverre † sorgt gerade für die bahntechnische Betriebssicherheit.
Thomas S. an seinem Modul hat reichlich zu tun, besonders am Samstag als der Hauptschalter alles in die Hand nimmt 🙂 Gerd unser Lokdoktor (rechts) und ein interessiert beobachtender Bruno † Unser „Club Zug“. Jeder der sich den neuen Sonderwagen im MiWuLa gekauft hatte, hängte sein Exponat an die V32, es wurden noch mehr….

Auch wenn ich keinen erzählerischen Messerundgang will, hier einiges aus der Welt der HO:

Das MiWuLa zeigte an mehreren Tischen, wie sie einige Dinge bautechnisch angehen. Besonders interessant fand ich den Irrgarten, der hier gerade für Halloween ausgerüstet wird.

Der Irrgarten. Die Figuren sind auf Metallplättchen montiert und rutschen damit durch die Gänge. Hier kann man gut den robusten Antrieb sehen. Auf der Kette sind Magnete befestigt, die die Figuren mit ihren Metallplättchen mitnehmen.

 

Noch einmal HO. Hier ist es eine Ausstelleranlage aus den Niederlanden mit einem genialen Hang zu erstklassiger Detaillierung.
Leider nur ganz hinten zu sehen: Der LKW mit den Holzflanken ist komplett aus Polystyrol im Eigenbau entstanden. Begeistert hat mich dieses Reetdach. Es steht auch auf meiner Bastel-Wunschliste. Pfiffig hier die Umsetzung. Es ist aus Samt, farblich schön behandelt, wirkt total überzeugend. Bei Bäumen stellt sich die Frage: Wie erreiche ich Wiedererkennungswert? Bei Birken ist es einfach, aber siehe da, auch bei Weiden.
Kleiner Teil-Überblick mit dem stimmigen Reetdachhaus.

Abschließend wieder mein Dank an Michaela und Heidi, die uns Spielkinder alle drei Tage ganz ausgezeichnet mit Speis‘ und Trank versorgten. Und das, obwohl es Michaela wirklich schlecht ging. Hut ab!
Um das perfekte Catering beneideten uns alle Stände, auch die vom MiWuLa, wie man an Gastons Besuch erkennen kann.

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