2003 Sinsheim

Faszination Modellbau Sinsheim 2003

 

Donnerstag, 13. März, supertolles Frühlingswetter.

Als Besuchstag für die Messe habe ich mir gleich den ersten Tag ausgesucht, weil ich damit gute Erfahrungen hatte.
Letztes Mal war es nämlich noch schön leer am Donnerstag. In diesem Jahr war schon ziemlich viel los. Und das, obwohl es eine zusätzliche neue Halle gab. Naja, vielleicht war ein Schüler- Aktionstag Schuld an den vielen Menschen. Am besten besucht waren die Hallen 4 und 5 mit den Modelleisenbahnen. Ist ja wohl klar.
Mein Plan war, nur mal so rumzugucken. Ich hatte eigentlich keine konkreten Wünsche, was nicht heißt, dass ich nicht sicherheitshalber ein bisschen Geld in der Tasche hatte. Für alle Fälle.

Erster Halt: MZZ aus der Schweiz. Da gab es süße kleine Metallfahrzeuge in Grundton gespritzt. Leider waren nicht alle Modelle vorrätig, die ich mir gern angesehen hätte.
Besonders gereizt hätte mich ein doppelstöckiger Pkw-Transporter mit Anhänger. Der war allerdings leider nicht mehr verkäuflich. Die Form war kaputt gegangen. Auf kleinen Tellerchen lagen Restposten.
Sogar welche in Z. Da konnte ich natürlich nicht widerstehen und habe zugegriffen. Doch die nette Verkäuferin machte mich auf ein Sonderangebot aufmerksam, in dem die Restposten-Fahrzeuge enthalten waren.
Sehr freundlich. Mit 12 kleinen Päckchen habe ich den Stand verlassen, der nun ziemlich ausgeräubert war. Mit so viel Kauflust hatten die Sinsheim-unerfahrenen MZZler wohl nicht gerechnet.

MZZ

Stand mit Chefin Felslok
Felsensiedlung
Nächste Station: Modellbau Luft. Dort wollte ich mir unbedingt die Felslok ansehen, die ich schon aus der Presse kannte. Wirklich sehr gelungen, aber nicht einfach, in eine Anlage zu integrieren.
Was ich nicht aus den Medien kannte, war die Felsensiedlung. Sie ist einem Vorbild aus Frankreich (Anjou an der Loire) nachempfunden.
Mann, war die klasse!
Man bekommt die Siedlung in zwei verschiedenen Größen bereits coloriert oder auch „pur“.
Eigentlich wollte ich ja gar nichts kaufen. Aber dieses Teil war nun doch zu verlockend. Und da der Preisunterschied zwischen der kleinen und der großen Siedlung nur 4 Euro betrug, habe ich mich gleich für die große entschieden.
Wie schon im letzten Jahr habe ich viel mit Herrn Luft geschnackt. Der ist echt mit ganz viel Liebe und Leidenschaft dabei. Wahnsinn.
Bin mal gespannt, was Herr Echterbecker vom Märklin-Magazin schreiben wird, der den Herrn Luft auch interviewt hat.
Übrigens ist die Felslok ein Abdruck der BR 89 von Märklin. Natürlich hat Chef Luft sich die Genehmigung dafür eingeholt.

Krüger liegt als nächstes auf dem Weg.

Die waren letztes Mal nicht da. Krankheitsbedingt, wie Herr Krüger erklärt.
Total fasziniert hat mich die Ausstellung von Originalfotos mit dem jeweils passenden Modellnachbau.
Gleich zu Anfang sind mir die Säuretopfwagen aufgefallen. Fünf Typen gab es davon, die sich durch eine völlig unterschiedliche Beschilderung (z.B.: DB und Deutsche Reichsbahn) voneinander abhoben.
Herr Krüger hat sich lange mit einem anderen Kunden beschäftigt, so dass ich Zeit hatte, mir die V36 anzusehen, die in einer Vitrine schon in verschiedenen Bauphasen zu bewundern war. Sie war bedauerlicherweise nur als Prototyp zu verstehen, denn sie ist noch nicht im Verkauf. Sie wird fahrfähig sein und mit einem Fauli laufen. Das Fahrgestell befindet sich momentan noch in der Entwicklung. Schade, das was zu sehen war, machte schon Lust auf das fertige Produkt. Davon hätte ich gerne eins mitgenommen. Auch, wenn ich im Grunde gar nichts kaufen wollte.

Ein richtiges Highlight war der Wasserturm nach Duisburger Vorbild. Den gibt es bald nicht mehr. Leider will die Firma sich nämlich aus dem Z-Geschäft mehr und mehr zurückziehen. Es ist halt ein Fummelkram, und die Zielgruppe ist auch beschränkt (zahlenmäßig 😉 Jedenfalls war der Bausatz für den Wasserturm einer der letzten, den es überhaupt gibt.
Auch, wenn ich ja eigentlich nichts kaufen wollte, musste ich in diesem Fall eine Ausnahme machen. Der Turm ist einfach super filigran. Der Aufbau wird eine echte Herausforderung. Wo ich schon mal beim Shoppen war, sind dann auch gleich noch drei von den Säuretopfwagen in meiner bereits vollen Tüte gelandet. Zu einem Sonderpreis!
Übrigens, wer einen Krüger-Bausatz zusammenbastelt, wird vom Chef persönlich per Hotline betreut. Wer ein Problem hat, ruft einfach an.

Vitrine mit V36, man muss schon sehr genau hinsehen

Krüger Kö

Fußballstadion
Außerplanmäßiger Halt bei einem Mann, der zwar nichts mit Spur Z zu tun hat, aber trotzdem absolut erwähnenswert ist.
Er hat seine Architekturmodelle ausgestellt.
1.500 Arbeitsstunden hat er in gigantisches Fußballstadion gesteckt.
Beim Einkleben der Stühle muss der fast durchgedreht sein.
Er meinte nur ganz cool, er hätte beruflich mit Menschen zu tun. Da wäre das einsame Basteln echte Entspannung.

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Ideen-Magazin:

Da hätte ich gern ein Auto gekauft.
(Obwohl ich ja eigentlich… Aber lassen wir das.)
Gab aber nichts zu kaufen.
Interessant war der Unterflurantrieb für Weichen. Die Spule aus dem Originalantrieb wird weiterverarbeitet. Sie wird auf eine Platine gebracht und von unten an die Weiche gesetzt.
Letztes Jahr gab es von einem anderen Anbieter nur so ein klobiges Teil. Da hat mir dieses viel besser gefallen. Ich werde mir demnächst mal die Homepage ansehen. Die soll neu gestaltet sein.

BeiJeweha modelbouw: habe ich mir Schieferplatten gekauft.
Ein Beutelchen mit 250 Gramm.
Mein Plan sieht so aus, dass ich damit ein Schieferdach bauen möchte….irgendwann einmal 🙂

Kibri: War nicht doll. Hab mir nur die Prospekte mitgenommen.

Mayerhofer: Hier habe ich mir zwei Fahrräder (Ätztechnik) gekauft. Hab
schon mal eins gebastelt. Wahnsinnig winzig aber klasse.

Wegass: Für Z gab es eine kleine Hafenanlage mit Schuten und
Küstenmotorschiff. Da wir Freunde von Spur Z Hamburg eine Hafenanlage bauen
wollen, habe ich mich ein wenig schlau gemacht. Ich war nicht ganz
überzeugt, habe aber mal eine Preisliste für Bausätze mitgenommen.

Folgende Firmen habe ich auf der alphabetischen Durchfahrt gestreift:

Artitec: Schade, es gab nur einen kleinen Stand. Die Neuheit, der Kran, war
nicht in der Ausstellung zu sehen.

Faller: Gruselig war die kleine Stadt, die nach Papierhäusern mit
Plastikdach aussah. Da war ich mir mit einem weiteren Messebesucher einig.

Endstation Märklin.
Sehr enttäuscht war ich darüber, dass der Anhalterbahnhof nicht ausgestellt war.
Den hätte ich ja nun sehr gerne gesehen.
Etwas getröstet hat mich ein Blick in eine der Vitrinen. Bin ich froh, dass ich mir die E 18 schon in blau gekauft habe. In ozeanblau / beige, wie sie da ausgestellt war, hat sie mir überhaupt nicht gefallen.

Das Insidermodell, die Franco Crosti, schien mir noch ein Handmuster gewesen zu sein. Allerdings ein sehr gutes. Zum Kauf bzw. zur Bestellung konnte ich mich trotzdem nicht entschließen.(Traraaaa 🙂

Scholz
Bei Scholz gab es auch einiges zu sehen.
Serie und Kleinserie.
Aber irgendwie sah alles nicht so 100 % akkurat aus finde ich…

Es war mal wieder richtig schön in Sinsheim und hat Spaß gemacht.
Der Modellbau-Wettbewerb (nur eine Spur Z-Anlage vom Erbauer der Vier Jahreszeiten vom letzten Jahr) hat mich nicht so angesprochen. Da habe ich schon ganz andere Anlagen gesehen.

Alles in allem hat es sich aber gelohnt. Und ich bin mit drei Taschen nach Hause gefahren.
Dafür, dass ich eigentlich keine konkreten Kaufwünsche hatte… 😉

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