Fremde Federn

Auf den beiden Ratekau-Segmenten geht es nun ans Eingemachte, die Detaillierung.

Drei besondere Szenen gehen dabei nicht ganz auf mein Konto. Ich will mich hier also nicht mit fremden Federn schmücken, erzähle aber etwas über die Integration auf meinem Modul.

Ich habe zu besonderen Anlässen Kleinstdioramen in kleinen Blechdöschen geschenkt bekommen.
Sie sind viel zu schade, um sie im Schrank aufzubewahren, daher habe ich die Figuren/Szenen in die Freiheit entlassen.

Diese kleine Dose erhielt ich schon 2012 von einer netten Dame aus Halle an der Saale.

Liebevoll eingerichtet, wird eine kleine Geschichte erzählt.
Der kleine Hund, Kala, neben der Dame am Wasser ist mir anfangs gar nicht aufgefallen.

Zwei Schwäne dümpeln auf einem Seitenarm der Saale, und die Dame hält schon mal ihre Füße zur Kühlung ins kalte Nass. Derweil macht der männliche Begleiter das Plätzchen für ein Picknick fertig. Die beiden Fahrräder lehnen an einem Stein, so hat man schon eine Idee, wie die beiden den Weg an dieses Örtchen gefunden haben.

 

Es war nicht so ganz einfach, diese tolle Szenerie umzusiedeln ohne etwas zu zerstören, aber es ist mir zum Glück gelungen.
Kori kühlt sich auch hier im kalten See die Füße, Kala die treue Begleiterin, steht hinter ihr und traut sich nicht weiter. Derweil bereitet Koris Freund die Picknickdecke für einen gemütlichen Nachmittag vor. Die Fahrräder haben sie etwas oberhalb an einen Stein gelehnt.
Die Bank hat auch hier einen Platz gefunden wie auch der Tisch, dem ich eine größere Platte spendiert habe.

Eine noch kleinere Dose erhielt ich von Kai W. auf einem der bei mir veranstalteten
‘AdventZ-Kaffees’, in dessen Rahmen es immer ein Julklapp mit Selbstgebasteltem gab.

Die winzige Dose passt absolut prima zum Thema Eisenbahn. Vermutlich hat ihn das Design auf die tolle Idee gebracht.

Was mag da drin sein?

 

Das Rätsel ist schnell gelöst. 😎

Die kleine Szene zeigt einen Hinterhof, auf dem heftigst an Autos  geschraubt wird.
Irgendwas wird aber wohl nicht zur Zufriedenheit des Kunden gelaufen sein, es sieht doch nach einer recht heftigen Diskussion zwischen den beiden Männern aus, während die leicht bekleidete Dame gelangweilt daneben steht.

 

Damit die Szene auf mein Modul passt, musste ein bereits angelegtes Grundstück weichen.

Mit etwas Wasser eingeweicht, lassen sich die bereits aufgebrachten Fasern einfach abschieben. Ich musste dann noch 3mm vom Untergrund wegschleifen, um die Trägerplatte dort einsetzen zu können.

 

 

Die Szene war in der Dose auf einem dünnen Holzbrettchen montiert. Also konnte ich alles in einem Stück aus der Dose entfernen. Prima. Das Minibrettchen habe ich etwas zurecht geschnitten, damit es perfekt an den vorbereiteten Platz passt. Die Mauer demontierte ich vorher, um sie nicht zu beschädigen. Später soll sie das Grundstück vor neugierigen Blicken abschotten.

 

Hier ist nun alles an seinem Platz.
Zusätzlich habe ich die Müllkisten aufgefüllt und eine alte Wellblechplatte an die Mauer gelehnt, das soll die morbide Stimmung dieses Platzes verstärken.
Von außen ist noch ein Postbriefkasten an der Mauer dazu gekommen. (Kann man leider auf dem Foto nicht sehen.)
So wird an dieser Stelle des Moduls nicht nur, wie erst geplant, ein langweiliges Haus zu sehen sein, sondern dem Betrachter eine kleine Geschichte erzählt.

 

 

 

Das dritte Minidiorama habe ich vor längerer Zeit von meiner Frau als Geschenk erhalten.
Es zeigt eine Baustelle, auf der die Teile eines Hauses aufgebaut werden.
Diverse Kleinteile zieren dieses Kleinod, und auch meine Frau und ich wurden nachgebildet.
Wer mich kennt, wird mich an der typischen Jacke erkennen, die ich seit Ewigkeiten trage oder an meiner markanten Frisur. 😎

Gebaut wurde es von einer in der Z-Szene sehr bekannten Künstlerin.

Der LKW, der Kran, der Anhänger als Baubüro und Pausenraum, der Bauzaun, das Dixiklo, die Bodenplatte mit vielen Kleinteilen und diversen Figuren  sind nach Vorbildfotos entstanden.

 

Ich habe alle Teile vorsichtig abgelöst und auf dem Ratekau-Modul untergebracht.

 

 

 

Die Baustelle habe ich um weitere Gegenstände ergänzt, die typisch an einem solchen Ort sind. Die Bodenplatte habe ich gegen eine vorbildlichere ausgetauscht. Hier sind nun die Maße und alle Anschlüsse korrekt dargestellt.
Dann sind noch weitere Figuren, der LKW, ein Transporter und das Gerüst hinzugekommen.

Eingebettet in das Neubaugebiet am Dorfmuseum ist eine schöne lebhafte Szenerie entstanden, an der zukünftig der Z-Car-Bus vorbeiziehen wird.

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