2010

Eisenbahnfest 2010 im Museum für Hamburgische Geschichte.

(Von Peter Schindler)

Nach drei Jahren endlich mal wieder ein ‘Heimspiel‘. Wir erinnern uns: 2007 richtete die Hamburg Messe und Congress GmbH die für Modellbauer und Modellbahner attraktive Modellbauwelt Hamburg letztmalig aus. Seither muss der Freundeskreis der Spur Z Hamburg reisen.

Mit erheblichem Aufwand an Zeit und Geld zog man in die Ferne. Dortmund, Bremen, Leipzig, Stuttgart und Altenbeken. Konnte man in Hamburg früher an einem Tag anfahren, aufbauen und abends nach Hause fahren und am Ende der Ausstellung innerhalb kürzester Zeit abbauen und sich auf den Heimweg machen, geht jetzt viel Zeit und Geld mit Reiserei verloren. Nehmen wir nur einmal die fünf vorgenannten Ausstellungen. Jeweils einen Tag Anfahrt, einen Tag Aufbau, zwei Tage Messedienst, einen Tag Abbau und einen Tag Rückfahrt. Das sind zusammen dreißig Tage. Nur ein gutes Drittel der aufgewendeten Zeit wird dafür verwandt, was der eigentliche Sinn der Sache ist: Die Präsentation von Anlagen und Modulen pp. vor größerem Publikum. Hinzu kommt, dass von den Messegesellschaften und Ausrichtern nur begrenzte finanzielle Mittel als Unterstützung zur Verfügung gestellt werden. So mancher Modellbahnfreund muss daher ‘mangels Masse‘ zu Hause bleiben.


Umso erfreulicher, dass am 11. und 12.09.2010 im Museum für Hamburgische Geschichte endlich wieder ein kleines, aber feines Eisenbahnfest in Hamburg stattgefunden hat. Vertreten waren alle Spurweiten und die ausgestellten Anlagen zeigten überwiegend ein sehr hohes Niveau.

Leider hat die Ausstellung bei den Hamburgern trotz des schönen Ambientes im Innenhof des Museums und attraktiver Exponate nicht die erhoffte große Resonanz gefunden. Wenn man bedenkt, welche Termin- und Abstimmungsprobleme und Missverständnisse es im Vorfeld im Freundeskreis gegeben hat, kann man das nur bedauern. Immerhin hat sich der NDR 90,3 sehen lassen und life berichtet.

Mit Peter Kahl, Dierk Hoins, Wolfgang Schlatow, Horst Werstat, Leo Habernickel und Peter H. Schindler standen vom Freundeskreis Leute auf dem Stand, die mit Hingabe und viel Spaß ihren Dienst verrichtet haben. Am zweiten Tag wurde das Team durch Uwe Liermann, Otti und Bruno Brandt verstärkt; und auch Thomas Zander darf an dieser Stelle nicht vergessen werden. Er hat dafür gesorgt, dass die Module rechtzeitig zur Verfügung gestanden und die gesamte Elektrik hervorragend und störungsfrei funktioniert hat. Ohne ihn und seine vorbereitenden Arbeiten wäre die Teilnahme an der Ausstellung kaum möglich gewesen.

Luftaufnahme

P. Schindler vor dem Hafenmodul

Im Überblick

Trotz der alles in allem leider zu niedrigen Besucherzahl hat es allen Beteiligten Spaß gebracht. Man konnte nach Herzenslust aufgleisen. Auf die Schienen kam, was gefiel. Züge der Gegenwart lösten sich mit Gespannen aus der Vergangenheit ab. Ganze Flugzeuge wurden per Güterzug über die Anlage transportiert und selbst U.S-amerikanische Schnellzüge zogen ihre Kreise. Als ‘Schmiermaxe‘ machte sich Dierk wieder einen Namen. Er ölte, was das Zeug hielt. Wolfgang vergaß über Stunden die geliebte Zigarette und den Kaffee und bannte damit die von ihm ausgehende und von Insidern so gefürchtete ‘Unfall‘gefahr. Peter Kahl saß an seinen beiden Kreisen und verblüffte das Publikum mit seinen originellen Lokomotiven und Wagen Marke Eigenbau. Leo, Wolfgang, der zweite Peter und am nächsten Tag vor allem auch Uwe und Otti stellten Signale und kämpften mit den Blockstellen-Belegungen, während Horst in gewohnter Weise seine ‘Kinderspiele‘ mit den jüngsten Besuchern trieb und auf seinen Kofferanlagen Betrieb machte.

Der ‚Koffermann‘

Schweißausbrüche und Panik bekam manchmal Peter H, weil er für das von Thomas Wycislo zur Verfügung gestellte empfindliche Modul die Verantwortung übernommen hatte. Mit der Todesstrafe drohte er jedem, der seine Finger auch nur in Richtung Modul erhob. „Wer einen Baum abbricht, sollte sich aus ihm gleich einen Sarg zimmern lassen“. Und wer auf Thomas‘ Modul aufgleisen wollte, bekam einen Anpfiff, der jeder Dampflokomotive Ehre gemacht hätte. Aber es ging glücklicherweise am Ende alles gut.

Wendemodul

Eine Geschichte am Rande: Als Thomas Z. und Peter H. die Module ins Lager nach Norderstedt fuhren, wurden sie beim Ausladen abends gegen 20.30 Uhr auf dem Werksgelände vom Zoll ‘umstellt‘. Verdacht auf Schwarzarbeit. Die beiden nahmen es mit Humor; und irgendwie hatten die Zöllner ja auch recht. Schwarz gearbeitet hatten sie sich ja ………..

 

 

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